BI-Lösungen von SAP bald mit Google-Maps-Anbindung


Nutzer der BI-Lösung von SAP dürfen sich über neue interessante Funktionen freuen. Zusammen mit Google wollen die Walldorfer ERP-Spezialisten „ihren Kunden die intuitive Verwaltung großer Datenmengen sowie deren visuelle Darstellung erleichtern, um ihnen damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu ermöglichen.“ Erreicht werden soll das, in dem die SAP-Analysesoftware um standortbezogene Funktionen ergänzt wird und eine Anbindung an Google Maps erhält. Wie das dann in der Praxis ausehen wird, zeigt das folgende Video:

In der zugehörigen Pressemitteilung hat SAP ausserdem ein paar Beispiele angegeben, wie die Verbindung zwischen SAP-Soaftware und Google-Maps eingesetzt werden könnte:

  • Ein Telekommunikationsanbieter könnte mithilfe von Google Earth und SAP BusinessObjects Explorer die unterbrochenen Anrufe analysieren und damit defekte Sendemasten lokalisieren.
  • Eine Hypothekenbank könnte Risikobewertungen ihres Darlehensportfolios durchführen, indem sie unter anderem Informationen über Zwangsvollstreckungen über Google Maps mit den Standorten in Zusammenhang bringt, wo bisher Kredite vergeben wurden.
  • Die Kundenbetreuung eines Konsumgüterherstellers könnte mittels SAP StreamWork zusammenarbeiten und Kundenbeschwerden zielgenau lokalisieren, um leichter einen geeigneten Lösungsansatz zu finden.
  • Der Betreiber eines Freizeitparks könnte mithilfe von Google Maps API Premier und SAP-BusinessObjects-Lösungen jederzeit den Besucherandrang an den einzelnen Attraktionen erfassen, um die Besucher entsprechend umzuleiten – und könnte damit letztendlich die Kundenzufriedenheit steigern.
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Geschäftlich? Privat? Hauptsache mobil! IT-Studie zum Einsatz von Geräten


Die Arbeitsplatz-Situation in europäischen IT-Unternehmen und eine Unterscheidung persönlicher und geschäftlicher Geräte beleuchtet eine Studie, die von IDC (International Data Corporation) erstellt und von Unisys herausgegegeben wurde. Befragt wurden über 1.300 Mitarbeiter in IT-Unternehmen, die als sogenannte „Worker“ täglich Informationstechnologie einsetzen und daneben über 260 leitende Mitarbeiter der Branche. Neben Deutschland wurden im Rahmen der weltweiten Studienbefragung im europäischen Bereich auch die IT-Branchen von Belgien, Frankreich, Grossbritannien und der Niederlande herangezogen.

Solche Ergebnisse, die auf den funktionalen und inhaltlichen Einsatz von Gadgets für Social Media Kommunikation fokussieren, habe ich angesichts der thematischen Nähe in einem Posting im Blog von Becker. Joerges. agile communication. zusammengefasst.

Die folgende Infografik liefert einen interessanten Überblick zu wesentlichen Studienergebnissen (zum Vergößern bitte anklicken):

IDC Unisys 2011 Consumerization of IT Study Closing the Consumerization Gap Infographic

– Quelle: Unisys

Verantwortliche von IT-Unternehmen in Europa unterschätzen demnach den Grad, wie Social Media, besonders auf mobilen Geräten, verwendet wird. Tatsächlich gehen die Mitarbeiter teilweise ganz selbstverständlich mit bestimmten Geräte-Technologien am Arbeitsplatz um. Für 52 Prozent der befragten europäischen iWorker ist das Laptop das primäre Endgerät, im Vorjahr lag der Wert noch bei 45 Prozent.

Übrigens: Auch Tablets sehen iWorker zunehmend als Arbeitsgerät: 8 Prozent (2011: 1 Prozent) der Befragten glauben, dass 2012 ein Tablet-PC zum wichtigsten Arbeitsgerät werde. Ein interessanter Aspekt, der über Bedenken hinsichtlich Sicherheit hinausgeht: 78 Prozent der befragten Verantwortlichen meinen, die Arbeitsmoral sei besser, wenn Mitarbeiter für die Arbeit eigene Endgeräte nutzen dürfen. Vielmehr: Sogenannte „Bring Your Own Device“-Programme, die bereitgestellte Budgets umfassen, mit denen Mitarbeiter ihre Geräte bzw. Gadgets selbst anschaffen dürfen, werden von 66 Prozent als positiv bewertet, da sich dies auf Corporate Team-Aspekte wie Mitarbeiterzufriedenheit und Zielerreichung auswirken könne.

In Sachen Einschätzung und Nutzung in der Realität gibt es deutliche Unterschiede: 73 Prozent der europäischen Befragten nutzen ihr persönliches Smartphone täglich professionell im Unternehmenseinsatz – hingegen ein Verhalten, dass nur 31 Prozent der Entscheider so einstufen. Zum Vergleich das Befragungsergebnis über Tablet-PCs: 12 Prozent der nutzen ihr privat angeschafftes Tablet am Arbeitsplatz, 7 Prozent der Vorgesetzten meinen, dies unter ihren Mitarbeitern zu beobachten.

Apropos Tablet PC- und Smartphone-Nutzung: Gerade 11 Prozent der befragten IT-Manager gaben an, Unternehmensapplikationen für den Einsatz auf mobilen Endgeräten modernisiert zu haben. Zudem haben 77 Prozent für das kommende Jahr noch keine Pläne. Die grössten Einwände beim Einsatz privater Endgeräte am Arbeitsplatz haben IT-Verantwortliche zu 81 Prozent wegen „Sicherheitsbedenken“, 51 Prozent fürchten negative Einflüsse durch Viren, die aus sozialen Netzwerken übertragen werden. Als Gegenmaßnahme setzen 46 Prozent (2010: 52 Prozent) auf – komplexe – Passwörter, 49 Prozent auf ein Single-Sign-on (2010: 53 Prozent) als sicheres Log-in für Plattformen.

Auch Microsoft legt gute Zahlen vor


So langsam aber sicher sind wir durch, was die Quartalsberichte für das zweite Jahresviertel betrifft. Als letzter in der Reihe der großen IT-Marken hat gestern Microsoft seine aktuellen Zahlen vorgelegt. Demnach hat der Software- und Spielekonsolen-Hersteller aus Redmond gut verdient und hat ein Rekordergebnis vorgelegt. So stieg der Umsatz im – nach Microsoft-Rechnung – vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 um acht Prozent auf 17,4 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn ist sogar um satte 30 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal gestiegen. Er lag damit bei 5,87 Mrd. Dollar, was 69 US-Cent pro Aktie entspricht.

Interessant ist, wo die guten Umsätze und Gewinne herkamen, denn bekanntlich schwächelt der PC-Absatz in den westlichen Industrienationen und damit die Einkünfte aus dem OEM-Gechäft mit Windows. So ist der Umsatz der für das Betriebssystem Windows zuständigen Sparte „Windows & Windows Live Division“ das vierte Quartal in Folge (leicht) zurück gegangen: Von 4,78 auf 4,74 Mrd. US-Dollar. Der operative Gewinn fiel von 3,06 auf 2,94 Mrd. US-Dollar.

Gut verdient hat Microsoft hingegen mit seinen Office- und Sever-Produkten. So stiegen die Umsätze der Sparte „Server and Tools“ von 5,37 auf 5,77 Milliarden US-Dollar und die der „Microsoft Business Division“ von 4,14 auf 4,64 Mrd. US-Dollar (jeweils bezogen auf das gleiche Quartal im Vorjahr). Dies entspricht Gewinnen von 1,77 und 3,62 Mrd. US-Dollar.

Da es sich bei Microsoft um das vierte Geschäftsquartal handelt, hat der Konzern auch seinen Jahresabschluss vorgelegt. Demnach erzielten die Redmonder insgesamt eine Umsatz von 69,94 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn von 23,2 Mrd. US-Dollar.

Sinkende Handy- und Smartphone-Verkäufe machen Nokia Probleme


Weltweit ist Nokia nach Stückzahlen immer noch der Handy-Hersteller Nr. 1. Allerdings haben es die Finnen versäumt, sich rechtzeitig um ein zeitgemäßes Smartphone-Betriebssystem zu kümmern und haben in diesem so wichtigen Markt längst den Anschluss an Apple und vor allem an die Android-Riege verloren.

Anstatt diesen Rückstand mit aller Macht aufzuholen, hat der im Herbst letzten Jahres von Microsoft gekommene Stephen Elop seinem ehemaligen Arbeitgeber einen riesigen Gefallen getan und im Rahmen einer strategischen Partnerschaft Windows Phone 7 adaptiert. Zwar sehen die Marktforscher von IDC Windows Mobile im Jahr 2015 hinter Googles Android auf dem zweiten Platz der Smartphone-Betriebssysteme, aber ob das wirklich so eintreten wird, wer weiß? Nicht wenige Fachleute sind der Meinung, dass hier eine Allianz der Verlierer entstanden ist.

So oder so, an der Handy- und Smartphone-Verkaufsfront schaut es bei Nokia zur Zeit mau aus. Konnten im Vorjahresquartal laut Nokia noch 85,8 Mio. Handys verkauf werden, waren es dieses mal nur rund 71,8 Mio. Das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent. Bei Smartphones (Smart Devices) sank der Absatz von 25,2 auf 16,7 Mio. Stück. Ein Minus von satten 34 Prozent. Auf diese Weise summierte sich laut FTD der Verlustim im dritten Geschäftsquartal auf 368 Mio. Euro nach IFRS. Im gleichen Quartal des Vorjahres konnten die Finnen noch einen Gewinn von 227 Mio. Euro verbuchen.

Es wird auf jeden Fall spannend sein zu beobachten, ob und wie sich Nokia mit Hilfe von Microsoft in Zukunft entwickeln wird. Traurig ist jedenfalls, dass Nokia ausgerechnet Apples iPhone-Erfolg und den dafür fälligen Lizenzzahlungen zumindest nach eigener Rechnung operativ im Plus ist.

Gartner-Studie: BI-Software häufig unzureichend


Eine neue Studie von Gartner bringt für die BI-Software-Branche erschreckende Erkenntnisse ans Tageslicht: Weniger als 30 Prozent der Anwender nutzen die Business-Intelligence-Lösung ihrer Firma! Die Gründe dafür sind

  1. die komplizierte Bedienung,
  2. lange Reaktionszeiten,
  3. und – ein Schlag ins Gesicht der Branche – die unzureichende Relevanz der ausgegebenen Ergebnisse.

Eine Kritik, die jeder, der schon einmal vor so einem System gesessen ist zumindest teilweise nachvollziehen kann. Nachdenklich sollte jeden Software-Herstellr auch das folgenden Zitat machen:

Gartner analysts said people’s experience of interacting with Internet-powered technologies changes their expectations of IT. BI users want to be able to just pick up and use the technology — they don’t want to have to read the manual. This places a high degree of importance on the human/computer interaction aspects of BI product and deployment design.

Apple mit bestem Quartal aller Zeiten


Apple-Store

Apple-Store in der 5th Avenue (Foto: Apple)

Man merkt, dass in den USA gerade die Berichtssaison in vollem Gange ist: Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein wichtiger IT-Konzern seine Quartalszahlen veröffentlicht. Nach den sehr guten Zahlen von Google und IBM hat nun auch Apple eine mehr als erfreuliche Bilanz präsentiert. Genauer gesagt: Das beste Quartalsergebnis seiner Geschichte!

Hier in aller Kürze die Fakten: Apple hat im – nach seiner Zeitrechnung – dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres, den Umsatz von 15,7 Milliarden US-Dollar im gleichen Quartal des Vorjahres auf 28,6 Milliarden US-Dollar fast verdoppelt. Der Gewinn verdoppelte sich dabei ebenfalls, nämlich von 3,25 auf 7,3 Milliarden US-Dollar. Das entspricht immerhin 7,79 US-Dollar pro Aktie.

Grundlage für den Erfolg sind die guten Verkäufe der Bestseller Macs, iPhones und iPads. Apple konnte im vergangenen Quartal 3,95 Mio. Macs (plus 14 Prozent), 20.34 Mio. iPhones (plus 142 Prozent) und 9.25 Mio. iPads (plus 183 Prozent) absetzen. Lediglich bei den iPods gab es ein Absatzminus von 20 Prozent zu beklagen. Das freilich ist aber Jammern auf hohem Niveau, denn in Zahlen heißt das, das immer noch 7,54 Mio. Stück über den Ladentisch gegangen sind.

IBM: Gute Zahlen in Q2 und rosiger Ausblick für 2011


Der IBM-Vorstandsvorsitzende und CEO Samuel J. Palmisano auf der CeBIT 2011 (Foto: IBM)

Der IBM-Vorstandsvorsitzende und CEO Samuel J. Palmisano auf der CeBIT 2011 (Foto: IBM)

Gerade noch eben feierte man bei IBM den 100. Geburtstag, da gibt es schon wieder Grund zum Feiern, denn die Zahlen für das 2. Quartal 2011 sind erfreulich: Der Umsatz stieg gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr um gute 12,4 Prozent (währungsbereinigt um fünf Prozent) auf 26.7 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn stieg im gleichen Zeitraum um acht Prozent von 3,4 auf 3,7 Milliarden US-Dollar (GAAP).

Dazu IBM-Vorstandsvorsitzender und CEO Samuel J. Palmisano:

In the second quarter our long-term strategic investments in the company’s growth initiatives again helped drive strong revenue performance. Hardware, software and services revenue grew at double digits, and we achieved strong profit and free cash flow growth. As IBM begins its second century, we continue a process of transformation, positioning the company to lead in the future and deliver higher value to our clients and our shareholders. Given our strong start to 2011, we are raising our full-year operating earnings per share expectations to at least $13.25.

Will heißen: IBM sieht für dieses Jahr Luft nach oben und hebt deshalb die operative Gewinnerwartung von 13,15 auf 13,25 US-Dollar pro Aktie an. Das klingt im ersten Augenblick nicht berauschend, aber der Börse gefallen die IBM-Zahlen so gut, dass die „Big Blue“-Aktien sogar den DAX nach oben ziehen.

PC-Absatz: Wachstum schwächt sich ab


Jammern auf hohem Niveau: Sowohl die Marktforscher von Gartner, als auch deren Kollegen von IDC bescheinigen der PC-Branche ein zwar gesunkenes, aber dennoch unverkennbares Wachstum. Während Gartner für das zweite Quartal 2011 von einem Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal von 2,3 Prozent spricht, kommt IDC für den gleichen Zeitraum auf 2,6 Prozent. Allerdings attestieren beide Marktforschungsfirmen, dass das Wachstum vorrangig in den Schwellenländern generiert wird, während die Zahlen in den Industriestaaten der ersten Welt eher rückläufig sind.

Weltweite sehen beide Unternehmen die Rangliste der PS-Hersteller identisch: 1. Hewlett Packard (HP), 2. Dell, 3. Lenovo, 4. Acer, 5. Asus und 6. Toshiba (nur von Gartner erfasst). Für EMEA sieht die Gartner-Analyse folgendermaßen aus:

Ergänzend dazu gibt IDC noch folgende Analyse:

The EMEA PC market continued to contract in 2Q11, in line with IDC’s forecast, as sustained high levels of inventory prevented stronger sell-in, particularly in Western Europe, where budget cannibalization from media tablets and smartphones continued to contribute to weak consumer demand and slow stock depletion.

Nicht ermittelt wurde leider, ob und wie sich Smartphones und Tabletts wie das iPad auf die Kaufentscheidung von Unternehmen und Organisationen auswirken.

BMWi-Studie: Multidimensionales Internet öffnet Zukunftsmärkte


Nein, wir wussten zunächst auch nicht, was das „Multidimensionale Internet“ ist, und was sich der Verfasser der Pressemitteilung bei dieser Überschrift gedacht hat. Aber der tatsächliche Titel der kürzlich vorgestellten und im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie von der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH erarbeiteten Studie sagt ja auch viel besser aus, worum es geht: „Technologische und wirtschaftliche Perspektiven Deutschlands durch die Konvergenz der elektronischen Medien„.

Der Download der Studie lohnt sich für alle Unternehmen und Interessierten, die wissen wollen welche Internet-Technologien und Anwendungen auf uns zurollen und welche Perspektiven sich daraus für Unternehmen ergeben. Zitat aus der Pressemitteilung:

„Am stärksten steigt der Anteil der IKT an der Wertschöpfung in den Bereichen Energie, Gesundheit und Lifestyle. Starke Wachstumsimpulse aufgrund innovativer Geschäftsmodelle werden aber auch in den Bereichen Wohnen (Stichwort: Smart Home), Mobilität und Robotik erwartet. Allein bei technischen Assistenzsystemen, die Menschen zu Hause, unterwegs oder am Arbeitsplatz unterstützen, ist von der Entstehung eines Milliardenmarkts auszugehen. Auch klassische deutsche Wirtschaftszweige wie der Maschinen- und Anlagenbau können von den technischen Entwicklungen stark profitieren und ihre Stellung im internationalen Wettbewerb weiter verbessern.“

Ach ja, und jetzt wissen wir auch, was das Multidimensionale Internet ist:

…die Möglichkeit, entfernte Dinge und Sachverhalte über das Internet immer realitätsgetreuer hörbar, sichtbar, spürbar und erlebbar zu machen. Diesem Zweck dienen zum Beispiel vernetzbare Sensoren und 3D-Technologien.