Android-Handys auf der Überholspur


Googles Smartphone-Betriebssystem Android gewinnt weiter an Fahrt. Zumindest in den USA. So berichten die Marktforscher von Nielsen, dass Amerikaner, die in den letzten drei Monaten ein neues Smartphone gekauft haben, sich zu 56 Prozent für ein Gerät mit Android entschieden hätten. Apple iOS liegt demnach mit einem Anteil von 28 Prozent an zweiter Stelle. Relativiert werden die Zahlen dadurch, dass bekanntlich Android von mehreren Herstellern, etwa HTC, Samsung oder Motorola als OS genutzt wird, während hinter iOS mit Apple lediglich ein Hersteller steht.

Weitaus bedenklicher ist das Abschneiden des einstigen Klassenprimus Blackberry mit 9 Prozent (verglichen mit einem Bestand von 18 Prozent) sowie den unter „Other“ (6 Prozent) aufgeführten Betriebssystemen, unter denen sich auch Microsofts Windows Mobile subsummiert.

Wie gesagt, es handelt sich hierbei um US-Zahlen. Der Trend erscheint allerdings auch für den deutschsprachigen Raum plausibel.

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Mobiles Internet: Datenhunger wird bis 2020 auf ein GigaByte pro User und Tag steigen


Kürzlich hat der Mobil- und Festnetz-Infrastrukturspezialist Nokia Siemens Networks eine Infografik veröffentlicht, die vor allem eines zeigt: Das mobile Internet wird einen gigantischen Datenhunger entwickeln. Für Provider und Infrastruktur-Anbieter wird das eine echte Herausforderung werden. Laufen beim durchschnittlichen Smartphone-Anwender zur Zeit täglich rund 15 MByte Daten durch den Äther, soll es im Jahr 2020 schon ein Gigabyte  sein.

Die Datenmenge überrascht nicht. Schließlich werden die mobilen Geräte immer leistungsfähiger und können in vielerlei Hinsicht jetzt schon den PC ersetzen. Beispielsweise als Film- und Videobetrachter. Das Streamen eines Spielfilms allein verschlingt schon das oben erwähnte Gigabyte. Und das ist erst der Anfang…

Die ganze Grafik gibt es nach dem Sprung…


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Gerücht: Samsung will Smartphone-Betriebssystem Bada 2.0 zu Open Source machen


Auch wenn Samsung gerade vor allem mit seinen Android-Smartphones und Tabletts (u. a. wegen des Streits mit Apple) für Furore sorgt, hat man mit Bada auch ein eigenes Betriebssystem im Köcher. Dieses konnte im Reigen von Schwergewichten wie iOS, Android, Blackberry und Co. immerhin schon einen messbaren Marktanteil erringen. Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt haben die Samsung-Entwickler vor kurzem Bada 2.0 frei gegeben. Die neue Version zeichnet sich unter anderem aus durch: Multitasking, Spracherkennung, NFC-Unterstützung, Push-Nachrichten, HTML5, In-App-Käufe und vieles mehr. Das unten stehende Video gibt einen genaueren Überblick.

Jetzt hat das Wall Street Journal das Gerücht aufgebracht, dass Samsung Bada auch für andere Entwickler und Geräte-Hersteller öffnen möchte. Angesichts der beinahe drückenden Übermacht von Apple (iOS) und Google (Android) scheint dies eine der wenigen Optionen zu sein, dem Samsung-Betriebssystem auf die Beine zu helfen.

Auf der diesjährigen IFA konnte man schon sehen wohin die Reise gehen könnte: So wurden dort nicht nur erste Handys mit dem neuen OS gezeigt, auch so genannte SmartTVs, Fernseher mit Apps inklusive App-Store gab es dort zu sehen.

IDC-Marktzahlen: Tablet-Markt wächst solide, Apple unangefochten Marktführer


Vor kurzem hat IDC die Prognose für den Absatz von Tablett-PCs kräftig nach oben korrigiert: Statt der ursprünglich vorhergesagten 53,5 Millionen werden dieses Jahr wohl weltweit satte 62,5 Millionen der Flachmänner abgesetzt werden. Allein im zweiten Quartal dieses Jahres gingen 13,6 Millionen Tabletts über den Ladentisch. Wer allerdings glaubt, dass ähnlich wie bei den Smartphones, Googles Android dem Marktführer Apple iOS und iPad2 das Leben schwer machen würde, irrt sich: So konnten die Mac-Macher aus Cupertino im zweiten Quartal 2011 immerhin 9,3 Millionen Einheiten absetzen, was einem weltweiten Marktanteil von 68,3 Prozent entspricht. Das ist insofern bemerkenswert, da Apple damit den Marktanteil sogar leicht steigern konnte, nämlich um 2,6 Prozent.

Doch nicht nur Apples gute Verkäufe sind Schuld daran, dass Android im Tablett-Markt nicht so recht vorankam. So gelang es dem Blackberry-Hersteller RIM mit dem Launch seines Tablett-PCs Playbook im 2. Quartal dieses Jahres auf Anhieb einen Marktanteil von 4,9 Prozent zu erreichen. Alles in allem sank der Marktanteil von Android-Tabletts von 34 Prozent in Q1 2011 auf nur noch 26.8 Prozent. Und die Aussichten für Android sind kurzfristig sogar noch düsterer, denn HP hat laut IDC rund eine Million seiner kurz nach dem Marktstart eingestellten TouchPads für 99 US-Dollar (in der Bundesrepublik wurden je nach Speicherausstattung 99 und 129 Euro verlangt) in den Markt gedrückt. Damit prognostiziert IDC für das aus dem Palm-Nachlass übernommene WebOS-Betriebssystem einen Marktanteil von 4,7 Prozent im Tablett-PC-Markt für Q3 2011. Für Android blieben damit lediglich rund 23 Prozent übrig. Freilich sagt auch IDC, dass das wohl nur eine zeitlich begrenzte Schwäche ist, denn in Q4 soll es schon wieder für 25,9 Prozent „und darüber hinaus“ reichen.

Klar scheint jedenfalls zu sein, dass Apples iOS und Googles Android auch in Zukunft die führenden Tablett-Betriebssysteme sein dürften, wobei Android durchaus das Zeug dazu hat Apple den ersten Platz streitig zu machen. Der Grund dafür ist, dass ähnlich wie bei den Smartphones, fast alle namhaften Hersteller Android für ihre Tabletts nutzen, Apple aber bekanntlich iOS exklusiv für sich behält.

Eine große Unbekannte freilich gibt es noch: Das diese Woche einer größeren Öffentlichkeit vorgestellte Windows 8 mit seiner Metro-Oberfläche für Tabletts. Dass sich Microsoft zumindest auf den ersten Blick nicht hinter dem Tausendsassa Apple iPad2 mit iOS verstecken muss, zeigt dieses Video:

Microsoft holt auf Apple auf: Windows 8 ist für Tablet-PCs optimiert und bietet eine spektakuläre Oberfläche


Gestern hat Microsoft auf seiner Entwicklerkonferenz mit dem programmatischen Titel Build 2011 das kommende Windows 8 präsentiert. Bezeichnend für das neue Betriebssystem aus Redmond ist die Fokussierung auf Tablett-PCs. Ähnlich wie Mac OS X Lion, das sich langsam in Richtung des iPhone- und iPad-Betriebssystems iOS entwickelt, macht auch Windows 8 zumindest optisch einen riesigen Schritt hin zu Windows Phone 7 und ein wenig in Richtung der Spielekonsole XBox.

Metro nennt Microsoft die Designsprache hinter der neuen Oberfläche, die vorrangig per Multi-Touch-Gesten auf Tablett-PCs bedient werden soll, aber auch per Maus und Tastatur auf Notebooks und Desltop-PCs gesteuert werden kann. Anwendungen sollen grundsätzlich im Vollbild-Modus laufen und können quasi zur Seite geschnippt werden um andere Anwendungen auf den Schirm zu bringen. Für Windows 8/Metro-App-Entwickler stellt Microsoft eine neue API (WinRT) zur Verfügung, der Vertrieb der Apps soll über einen in Windows 8 eingebundenen App-Store erfolgen.

Auf den ersten Blick erinnert das ganze zwar an eine Kombination aus Mac OS X Lion und seinen kleinen Bruder iOS, allerdings scheint Microsoft ein paar große Schritte weiter gegangen zu sein. Wie auch immer, Windows 8 zeigt mehr als deutlich wo die Zukunft der IT liegt: Im Mobile- und App-Breich.

Mobile-Skeptiker und konservative Windows-Nutzer können sich übrigens trotz des Paradigmenwechsels in Redmond entspannt zurücklehnen: Wie üblich bei Microsoft bleibt die Kompatibilität zum Vorgänger gewahrt. Alle Programme, die unter dem Windows 7 laufen, vertragen sich auch mit Windows 8.

Aktuelle Informationen zum Fortgang der Windows-8-Entwicklung finden Sie übrigens auf dem Building-Windows-8-Blog.

Marktanteile der Smartphone-Plattformen in Europa


Comscore hat heute die neuesten Smartphone-Zahlen für die fünf europäischen Kernländer Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien vorgestellt. Wie erwartet marschiert Googles Anddroid Betriebssystem mit Riesenschritten voran mit einem satten Plus von 16,2 Prozent (gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr) auf jetzt 22,3 Prozent Marktanteil. Apples iOS konnte ebenfalls leichte Zugewinne (1,2 Prozent) verbuchen und liegt nun bei einem Marktanteil von 20,3 Prozent. Bemerkenswert, angesichts der Tatsache, dass sich die 22,3 Prozent von Android auf praktisch alle restlichen Handy-Hersteller, allen voran HTC, Samsung, Sony Ericsson, LG und Motorola verteilen.

Bemerkenswert sind die Unterschiede zu den US-Zahlen. So konnte RIM mit dem Blackberry in EU5 um 1,5 Prozent zulegen während es im amerikanischen Raum vier Prozentpunkte verloren hat. Dafür ist der Verlust bei Microsofts Smartphone-Plattform in Europa mit -4,8 Prozent deutlich größer (USA: 1,0 Prozent) allerdings ist die Ausgangslage in der EU anders. Hier kam Windows Mobile/Phone von immerhin 11,5 auf nun 6,7 Prozent, in den USA ist der Marktanteil traditionell kleiner. Dort fiel er von 6,7 auf 5,7 Prozent.

Erwartet hoch ist der Verfall von Nokias Symbiam. Zwar ist es nach wie vor in EU5 das mit Abstand führende Smartphone-OS, allerdings sank dessen Marktanteil innerhalb des letzten Jahres von 53,9 auf nun 37,8 Prozent. Es scheint, als sei Europa die letzte große Bastion der Finnen. In den USA liegt Symbiam momentan bei nur 1,9 Prozent. Es wird spannend sein, ob und wie sich Nokia mit den kommenden „Mango„-Handys schlagen wird.

Gartner senkt PC-Prognose wegen Erfolg von Tablet-PCs nach unten


Die Marktforscher von Gartner haben ihre Vorhersage zum PC-Markt korrigiert, und zwar nach unten. Schuld ist neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der ungebrochene Erfolg der Tablett-Computer. So soll das PC-Wachstum für 2011 nur noch bei rund 3,8 Prozent statt der ursprünglich prognostizierten 9,3 Prozent liegen. Für 2012 glaubt Gartner an ein etwas stärkeres Wachstum von 10,9 Prozent. Allerdings waren hier ursprünglich 12,8 Prozent vorhergesagt.

Dazu sagte George Shiffler, Research Director bei Gartner:

„Media tablets have dramatically changed the dynamic of the PC market and HP’s decision to rethink its PC strategy simply highlights the pressure that PC vendors are under to adapt to the new dynamic or abandon the market. Vendors‘ tried and true business models are failing as traditional PC functionality is extended to other devices, and users continue to lengthen PC lifetimes. Vendors only seem to be flailing as they look for quick fixes to their problems. Unfortunately, the resulting chaos is just creating more confusion across the entire PC supply chain, impacting sell-in.“

Mit anderen Worten: Die Zukunft ist mobil! Statt PCs erobern Tabletts und andere Geräte, die den PC substituieren, namentlich Smartphones, den Markt. Mit einher geht hierbei natürlich auch die wachsende Popularität cloud-basierter Dienste. Die Verlagerung von Rechner- und Speicher-Funktionen ins Netz macht es den Anwendern leicht auf hohe Prozessor-Leistung, umfangreiche Software-Pakete und lokale Speicherkapazität zu verzichten.

Lohnende Ziele für App-Entwickler: Nokia OVI Store, Blackberry App World und Microsoft WP7 Marketplace


Smartphone-App-Entwickler bewerten die diversen mobilen Plattformen nicht unbedingt nach technischen oder Mode-Gesichtspunkten, wie es normale Anwender tun. Viel mehr interessieren sie je nach Zweck der App zwei Aspekte:

  1. Wo erreiche ich meine Zielgruppe, oder…
  2. Wo kann ich den größten Umsatz machen?

Punkt eins ist klar: Mit Android und iOS allein erschlägt man auf dem deutschen Markt laut einer Focus-Studie 57 Prozent und auf dem amerikanischen Markt laut Nielsen rund 68 Prozent des Marktes (weitere Zahlen hier). Andere Länder dürften sich auf einem ähnlichen Niveau bewegen.
Anders sieht die Sache freilich aus, wenn es um mögliche Umsätze mit Apps geht. Hier ist auf den ersten Blick Apples iOS weit vorne. Nicht nur, dass Apple von allen Smartphone-Herstellern am meisten verdient, iPhone-User laden auch besonders viel und häufig kostenpflichtige Apps herunter. Entsprechend gut sind die Umsätze der iOS-Entwickler.

Aber ist iOS wirklich das Maß aller Dinge? Wird man mit seiner App im riesigen Angebot des iTunes-Stores überhaupt gefunden? Immerhin sollen dort laut Apple über 425.000 Apps um die Käufergunst buhlen.

Eine Studie der Berliner Firma research2guidance legt nahe, dass es sich unter Umständen lohnen kann sich auf eine andere Plattform zu konzentrieren. So behaupten die Berliner, dass eine „durchschnittliche App“ in Nokias Ovi-Store zweienhalb mal öfter heruntergeladen wird als in Apple iTunes-Store. Auch auf Microsofts WP7 Marketplace und Blackberrys App World kann ein App signifikant öfter herunter geladen werden als bei Apple.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Symbiam, Windows-Phone und Blackberry haben (zumindest weltweit gesehen) eine relativ gute Verbreitung, die Zahl der in den jeweiligen Stores angebotenen Apps hält sich allerdings in Grenzen. Gute Chancen also für Entwickler.

Apple contra Google – Wer hat die besseren Karten?


Spätestens seit bekannt ist, dass Google die Mobilfunksparte von Motorola übernehmen möchte und die Patentstreitigkeiten zwischen den einzelnen Akteuren eskalieren ist klar: Im Mobilfunk- und Handybereich wird mit harten Bandagen gekämpft. Kein Wunder, geht es doch um die Märkte der Zukunft, denn bekanntlich wird der größte Teil der Welt das „kabelgetützte Internet“ überspringen und gleich per Smartphone Web-Dienste nutzen. Die Frage ist nur, welcher Konzern die besseren Karten hat. Die folgende Infografik zeigt die wichtigsten Fakten:

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CCW (Foto: Messe München)

Communication World in München


Es ist so weit, am 11. und 12 Oktober öffnet die Communication World im Münchner M,O,C, ihre Pforten. Unterstützt wird die Veranstaltung beispielsweise von HTC Germany, Qualcomm CDMA Technologies, Telefónica Germany und der Stabsstelle des IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung. Neben der Präsentation ihres Produkt- bzw. Dienstleistungsportfolios, beleuchten die Unternehmen im Konferenzteil die Herausforderungen und Chancen mobiler Kommunikation in Unternehmen. Insgesamt stehen den Teilnehmern über 70 Vorträge zur Auswahl.

Dazu Manfred Salat, Projektleiter IT Messen und Kongresse der Messe München GmbH:

„Wir freuen uns über die Beteiligung von mehr als 30 namhaften Sponsoren, die sich auch als Aussteller vor Ort präsentieren und mit ihrem Know-how und ihrer Expertise den Teilnehmern der Communication World die Herausforderungen und Chancen mobiler Kommunikation in Unternehmen vorstellen“.

Und André Lönne, Executive Director DACH bei HTC Germany ergänzt:

„Mit der Communication World schafft die Messe München eine neue und vielversprechende Plattform für die ITK-Branche. Für HTC bietet sich auf der Kongressmesse die Chance, seine Mobile-Lösungen für Unternehmen darzustellen und neue Kunden zu gewinnen.“

Die Eröffnungs-Keynote mit dem Titel „Mobile Enterprise – Wie die mobile Kommunikation unser Geschäftsleben revolutioniert“ wird Johannes Pruchnow halten, Geschäftsführer für den Business-Bereich bei Telefónica Germany.

Weitere teilnehmende Unternehmen sind Alcatel-Lucent, Dell, Extricom, F-Secure, IBM, Materna, Microsoft, Oracle, Ruckus Wireless, SAP Deutschland, Siemens Enterprise Communications, Symantec, und T-Systems. Sie stellen in insgesamt 76 Vorträgen neben den technischen Aspekten auch mobile Lösungen für Mitarbeiter und Lösungen der mobilen Kundenansprache vor. Außerdem werden Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Branchen präsentiert. Highlights bilden am ersten Veranstaltungstag Beiträge zur Zukunft der Netze, mobile Cloud und Collaboration, mobile CRM, mGovernment sowie Vorträge aus dem Automotive-Bereich.