Studie: Tablet-Markt wächst und wächst


Laut einer aktuellen Studie von NPD-DisplaySearch soll der Tablet-PC-Markt von 72,7 Millionen verkaufter Geräte im Jahr 2011 auf 383,3 Millionen bis 2017 wachsen. Getrieben wird dieses Wachstum laut NPD-DisplayResearch zum einen von technologischen Faktoren wie steigender Leistung und Display-Auflösung der Tablet-PCs, zum anderen durch die steigende Nachfrage in den so genannten Emerging Markets. Deren Anteil am Gesamtmarkt soll von 36 Prozent in 2011 auf 46 Prozent in 2017 steigen.

Allerdings gelingt dieses Wachstum vor allem im  Low-end-Segment. Also Tablet-Lösungen, die den Verbraucher in der Regel unter 100 US-Dollar kosten, wie etwa das Ubislate der indischen Firma Aakash. In diesem Zusammenhang ist auch das Engagement etablierter Hersteller in den aufkommenden Märkten von Interesse. So zum Beispiel das China-Engagment von Dell, die ihr neuestes Tablet Streak 10 Pro zunächst nur in China vermarkten und es mit einem Preis von umgerechnet 465 US-Dollar deutlich unterhalb vom in China längst eingeführten Apple iPad positionieren.

Zum Vergleich: Laut Gartner wurden im Jahr 2011 knapp 353 Mio. PCs (Desktops und Note- bzw. Netbooks) ausgeliefert.

Advertisements

Apple wieder Smartphone-Marktführer


Die Marktforscher von Strategy Analytics bestätigen, was sich in den letzten Tagen schon abgezeichnet hat: Apple hat im vierten Quartal 2011 wieder die weltweite Marktführung bei den Smartphones übernommen. Zwar haben sowohl Apple, als auch Nokia anlässlich der Präsentation ihrer jeweiligen Quartalszahlen die Zahl der jeweils verkauften Smartphones angegeben, nicht jedoch Samsung. Die Koreaner, die mit ihren Android-Smartphones der Galaxy-Reihe, Apples schärfster Konkurrent sind, geben keine Abverkaufszahlen bekannt.

Durchwachsene Zahlen bei Nokia, kleiner Erfolg mit Lumia 800


Nokia hat die Zahlen für das Jahr 2011 sowie das vierte Quartal 2011 (PDF) vorgelegt. Alles in allem sind sie eher durchwachsen. Der Umsatz lag in Q4 bei rund 10 Mrd. Euro. Das ist ein Minus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auf das Jahr bezogen lag der Umsatz 2011 bei 1,16 Mrd. Euro, 2010 waren es noch 1,85 Mrd. Euro.

Wesentlich interessanter sind die Smartphone-Verkäufe. Und da sieht es weiterhin düster aus: Die Finnen konnten im im vierten Quartal lediglich 19,6 Millionen Geräte absetzen, was einem Rückgang von immerhin 31 Prozent entspricht. Einziger Lichtblick war der Windows-getriebene Hoffnungsträger Nokia Lumia 800. Hier gingen immerhin über eine Million Geräte über die Ladentheke.

Allerdings kommt man nicht umhin diese Zahlen in Relation zu setzen: Apple hat beispielsweise im gleichen Quartal 37 Millionen iPhones abgesetzt, Samsung „schätzt“ 35 Millionen Smartphones abgesetzt zu haben.

Google legt Zahlen für Q4 und Geschäftsjahr 2011 vor


Die Börsenwelt ist unnachgiebig: Obwohl Google Umsatz und Gewinn steigern konnte, gab die Aktie laut FTD um 10 Prozent nach. Offenbar haben sich die Analysten noch mehr erhofft. Dabei können die aktuellen Zahlen durchaus beeindrucken: So konnte der Nettoumsatz um gut 27 Prozent gesteigert werden, was zu einem Nettoerlös von immerhin 8,13 Mrd. US-Dollar führte (Vorjahresquartal: 6,37 Mrd.). Davon blieb ein Gewinn von 2,71 Mrd. US-Dollar. (Vorjahresquartal 2,54 Mrd. US-Dollar).

Für die IT- und Mobile-Welt interessanter, sind die in der Bilanz-Telefonpressekonferenz genannten Zahlen zu Android: Demnach wurden bislang rund 250 Mio. Android-Geräte unter das Volk gebracht. Diese Zahl dürfte sich rasch vergrößern, da zur Zeit laut Google täglich rund 700.000 neue Geräte aktiviert werden. Zudem wurden bislang rund 11 Milliarden Apps aus dem Android Market herunter geladen.

Weiterlesen

Nielsen: Marktanteil des Apple iPhone im Dezember deutlich gestiegen


Aktuelle Zahlen von Nielsen belegen wieder einmal die Zugkraft des Apple iPhone. Zwar war auch im Dezember 2011 (US-Markt) Android mit einem Verkaufsanteil von 46,3 Prozent das führende Smartphone-Betriebssystem, allerdings stieg der Anteil von Apple deutlich an. So gaben 44,5 Prozent der Smartphone-Käufer im Dezember an, sich für ein iPhone entschieden zu haben. Im Oktober waren es lediglich 25,1 Prozent. Erstaunlich gering ist dabei allerdings der Marktanteil des im Herbst auf den Markt gebrachten iPhone 4s. Lediglich 57 Prozent der befragten iPhone-Käufer gaben an, sich für dieses Modell entschieden zu haben. Offenbar haben die nach wie vor verfügbaren Vorgängermodelle iPhone 4 dank deutlich günstigerer Zuzahlungs-Preise nichts an ihrer Attraktivität verloren.

Herausforderung für die IT-Branche – Mobile Geräte ersetzen traditionelle PCs


Es ist Zufall, dass ausgerechnet in diesen Tagen gleich drei Studien auf äusserst beeindruckende Weise zeigen, dass die Tage des traditionellen PCs gezählt sind. Da wäre beispielsweise die oben gezeigte Grafik der Marktforscher von asymco. Sie zeigt, dass bis ca. 2008 traditionelle Wintel-PCs den Markt dominierten. Dann betraten iPhone, iPad und die diversen Android-Geräte die Bühne und die IT-Welt war nicht mehr die gleiche: Ende des Jahres 2011 machten PCs weniger als 50 Prozent des Marktes aus. Die größere Hälfte des Gesamtmarktes ging an mobile iOS- und Android-Devices, also an Tablett-PCs und Smartphones. In Zahlen: Geschätzte 358 Mio iOS- und Android-Geräte versus 336 Mio. PCs (ohne Macs) in 2011.

Dazu passt eine Studie von IDG Connect mit dem Titel „iPad for Business“ (PDF wird automatisch geladen!). Sie zeigt, dass stattliche 60 Prozent der europäischen und sogar 67 Prozent der amerikanischen iPad-Besitzer ihr Tablett für die Arbeit nutzen. Noch besser: 93 Prozent der Amerikaner und immerhin 80 Prozent der Europäer nutzen ihr iPad für arbeitsbezogene Kommunikation. Da überrascht es nicht, dass beispielsweise 23 Prozent der befragten europäischen iPad-Nutzer angeben, es hätte ihren Laptop vollständig ersetzt. Und ach ja: 40 Prozent der iPads in Europa werden vom Arbeitgeber gestellt. Wer da immer noch von „Spielzeugen“ spricht, der hat wohl den Anschluss an die IT-Branche wohl schon verpasst.

Warum IDG gerade das iPad so hervorhebt zeigt wiederum asymco:

„We cannot consider the iPad as a “niche”. The absolute volume of units sold after less than two years is enough to place it within an order of magnitude of all PCs sold. We can also observe that it has a higher trajectory than the iPhone which became a disruptive force in itself.“

Die passende Grafik dazu finden sie hier.

Aber die Zukunft wird für die traditionelle IT noch „schlimmer“. Zumindest, wenn es nach den Consultants von Deloitte geht. Die machen nämlich die Klasse der so genannten „dummen“ Smartphones aus. Geräte, deren Preise unter 100 US-Dollar liegen. Die verzichten dann zwar auf die teure 3G-Unterstützung sind aber dank GPRS, EDGE und WiFi trotzdem vollwertige, internetfähige Geräte. 200 Millionen gingen davon 2011 über den Ladentisch. Für 2012 prognostiziert Deloitte einen Absatz von 300 Milionen Stück. Und das nicht nur in der zweiten und dritten Welt, sondern je nach der ökonomischen Entwicklung auch in den etablierten Industriestaaten.

Was bedeutet das für die IT-Branche?

1. Betriebssysteme wie wir sie heute kennen, gehören immer mehr der Vergangenheit an. Statt dessen werden App-basierte Betriebssysteme ohne zugängliches Dateisystem wie iOS und Android den Markt beherrschen. Selbst traditionelle OS wie OSX Lion mit seinem Lounchpad und dem neuartigen Dokumentenmodell (kein Speichern mehr, etc.) und Windows mit der Metro-Oberfläche gehen in diese Richtung.

2. Das bedeutet aber auch, das herkömmliche Programm ist ein Auslaufmodell. Statt dessen werden Cloud-Dienste und Apps dominieren oder wahlweise HTML5-basierte Web-Applikationen.

3. Aus diesen Gründen wird sich die Software-Branche radikal ändern müssen. Statt dezidierter Server-Lösungen sind Cloud-Systeme gefragt, und statt komplexen (und teueren) Stand-alone-Programmen schlanke Apps.

Smartphones verkaufen sich in Deutschland immer besser


Der Branchenverband BITKOM hat auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO) ermittelt, dass Smartphones in Deutschland weiter auf dem Vormarsch sind. So konnten 2011 immerhin 11,8 Mio. Smartphones abgesetzt werden. Das entspricht einer Steigerung von satten 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf alle verkauften Handys sind 43 Prozent davon mittlerweile Smartphones. Monetär gesehen machen die Highend-Telefone aufgrund der höheren Verkaufspreise sogar zwei Drittel des Umsatzes aus.