Willkommen auf DIGIXX – Oder was ist das Internet der Dinge und der Age of Context?


Das Internet der Dinge. Noch 2005 war es nur eine Utopie, 2010 schon eine Vision und jetzt? Jetzt ist es Realität! Wir stehen auf der Schwelle zu einem neuen, spannenden Zeitalter. Es gibt wohl kaum einen Bereich, der nicht durch das „Internet of Things“ revolutioniert werden wird. Vom Einkaufserlebnis im Supermarkt mit Hilfe von NFC und RFID-Chips, über die persönliche Fitness durch Anwendung diverser Sensoren und Tracker (Quantified Self) bis hin zum Gesundheitswesen (Connected Hospital), der Mobilität (Connected Car), neuartigen Kocherlebnissen mit internetfähigen Küchengeräten (Connected Kitchen) und dem effektiven Energiesparen zu Hause dank intelligenter und mit dem Internet verbundener Hauselektronik (Connected Home).

Die Umwälzungen die uns erwarten, werden – ohne Übertreibung – gigantisch sein und unser aller Leben nachhaltig verändern. Mit anderen Worten: Willkommen im wahren „Web 3.0“ (um diesen abgedroschenen Begriff auch mal verwendet zu haben)!*

Blicken wir zurück: Das Web 1.0 zeigte uns das Internet als unidirektionales Medium. Fast wie ein elektronisches Magazin oder Buch. Man konnte Webseiten ansteuern und dort Texte lesen, Bilder ansehen und später sogar Musik und Videos herunterladen. Das Web 2.0 hingegen machte das Internet interaktiv. Es verwandelte ein passiv konsumierbares, nur in eine Richtung funktionierendes Medium in eine interaktive Applikation. Das „Mitmach-Netz“ war geboren. Oder wie es Tim O’Reilly, der „Erfinder“ des Begriffs Web 2.0 sagte: „Das Internet wurde zum Betriebssystem“.

Nun bringt das Internet der Dinge eine vollkommen neue Dimension ins Spiel: Denn jetzt wird alles Internet! Alle nur erdenklichen Varianten von Sensoren, intelligente Geräte aller Art, ja sogar Kleidung und der eigene Körper werden zum Sender und Empfänger. Ladies and Gentleman! Welcome to the connected World!

Ermöglicht und zusammengehalten wird all das durch zwei wesentliche Entwicklungen:

  • Die weite Verbreitung mobiler, stets mit dem Internet verbundener Geräte wie Smartphones, Tablets und „Wearables“ wie der Google-Brille GoogleGlass.
  • Cloudcomputing, mit dessen Hilfe unsere Daten von Ort und Zeit unabhängig werden, mit dessen Hilfe alle unsere Geräte verbunden und synchronisiert werden und das uns die Rechen- und Storage-Power zur Verfügung stellt um Big Data zu handeln und auszuwerten.

Das Ergebnis dieser technischen Revolution (falls wir und die Industrie alles richtig machen): Komplexe Technologie wird erstmals wirklich intuitiv werden. Sie wird unser Leben einfacher machen in dem sie uns mehr, bessere und vor allem tatsächlich benötigte Informationen liefern und daraus sinnvolle Funktionen ableiten wird. Vor allem aber: Sie wird wissen wo wir sind, wohin wir gehen und was wir brauchen um sowohl auf dem Weg dorthin als auch am Ziel optimal mit Know-how, Komfort und notwendigen Funktionen versorgt zu sein. Tatsächlich ist das Internet der Dinge ein weiterer großer Schritt in der gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung. Nach industrieller Revolution, Informationszeitalter, Mobile- und Connected-World folgt jetzt der der nächste große Schritt, das „Age of Context„!

Neue Technologien und die Veränderungen die sie auslösen, haben naturgemäß auch nachteilige Auswirkungen. Vielen machen sie deshalb sogar Angst. Nicht zu Unrecht, denn industrielle und gesellschaftliche Umwälzungen beeinflussen unser Leben nicht nur positiv, sondern auch negativ. Denn natürlich wird es Unternehmen geben, die sich der Entwicklung nicht rechtzeitig anpassen werden können und Menschen ohne ihr eigenes Verschulden in die Arbeitslosigkeit treiben werden. Man kann dann nur hoffen, dass aufgrund der neuen Möglichkeiten und Chancen genügend neue Arbeitsplätze entstehen. Und zwar dort wo die alten verschwunden sind und nicht in Fernost oder Amerika.

Noch schlimmer: Wir werden das, was Privatsphäre ist neu definieren müssen. An welchem Punkt wiegen die Vorteile die Nachteile der Preisgabe unserer Daten auf? Ein wesentlicher Punkt wird dabei sein, ob wir es schaffen werden für Staat und Wirtschaft eine neue Ethik des Vertrauens und der Ehrlichkeit zu etablieren. Werden wir Politiker, Geheimdienstler und Unternehmen dazu bringen unsere sensiblen Daten nur dann zu verwenden, wenn wir selbst (oder im Verbrechensfall die Judikative) dazu die Erlaubnis gegeben haben? Vielleicht ist das sogar der spannendste Aspekt der ganzen Geschichte. Das Internet der Dinge wird uns nur dann breitflächig etwas nützen, wenn wir auch als Gesellschaft besser und ehrlicher werden.

In diesem Sinne: Willkommen auf DIGIXX, unserer neuen Plattform über alles rund um das Internet der Dinge, die Evolution des Internets und spannende Technologien im Zeitalter nach dem PC. Viel Spaß!

*Ja, auch wir wissen, dass man unter dem Web 3.0 eigentlich das semantische Web versteht. Aber was ist das anderes, als die Grundlage des Internets der Dinge?

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s