Die drei Stolperfallen auf dem Weg zur Digitalisierung


Keine Frage, der digitale Wandel stellt eine große Herausforderung für jedes Unternehmen dar. Die folgenden drei „Stolperfallen“ auf dem Weg zu Digital-Unternehmen gilt es zu vermeiden.

Eine Untersuchung des Beratungsunternehmens „Pierre Audoin Consultants“ brachte Bedenkliches an den Tag: Deutsche Unternehmen wissen zwar, dass sich die Welt da draussen radikal wandelt, aber sie reagieren darauf nur unzureichend, haben keine Strategie und wenn sie doch etwas tun, dann nicht umfassend. So lassen sich mehr oder weniger die Ergebnisse der Studie zusammenfassen.

1. Auf den Wandel nicht zu reagieren

So gaben zwei Drittel der befragten Unternehmen an, sie würden die Auswirkungen des digitalen Wandels deutlich spüren. Ein Fünftel gab sogar zu, dass die Digitalisierung disruptiven Charakter für die jeweilige Branche hätte. Man könnte also meinen, dies wäre Grund genug sofort zu handeln. Aber weit gefehlt: Die Mehrheit der befragten Unternehmen hatte keine umfassende Strategie parat, wie auf den digitalen Wandel zu reagieren sei. Dabei ist der digitale Wandel schon in vollem Gange. Wer nicht spätestens jetzt entsprechend reagiert riskiert, dass er schon bald das Nachsehen hat.

Höchste Zeit also, die Digitalisierung als strategische Aufgabe für die Unternehmensführung zu erkennen und sofort mit der Arbeit zu beginnen. Denn auch das zeigte die Untersuchung: Die IT-Abteilungen sehen sich in der Regel im Lead, sind jedoch nicht unbedingt gewillt, andere Abteilungen einzubeziehen. Ein grober Fehler, der katastrophale Auswirkungen haben kann. Denn von der Digitalisierung ist jedes einzelne Glied der Wertschöpfung betroffen. Von der Entwicklungsabteilung bis zu Marketing und Vertrieb.

2. Die Mitarbeiter nicht mitnehmen

Allerdings nützen die besten Digitalisierungs-Initiativen nichts, wenn die Mitarbeiter nicht mitziehen. Das Problem dabei ist, dass das leichter gesagt als getan ist. In jedem Unternehmen gibt es unterschiedliche Fraktionen im Management und jede davon verfolgt letztendlich egoistische Motive. Nicht immer stehen diese hundertprozentig im Einklang mit den Unternehmenszielen. Erfolg will jeder haben, wenn aber „der Mitbewerber“ um einen begehrten Posten einen Misserfolg erleidet, dann ist man auch nicht traurig. Und genau das ist das Problem: Es muss gelingen, dass alle an einem Strang ziehen. Das Management genau so, wie die Mitarbeiter. Informationsoffenheit ist dabei genauso ein Muss, wie Schulungen und jede Menge Aufklärung.

Am einfachsten gelingt das Vorhaben, wenn die Spitze des Unternehmens mit gutem Beispiel voran geht. Der digitale Wandel muss von oben gelebt werden, damit er unten akzeptiert wird. Das bedeutet aber auch, dass die Initiative im obersten Management gestartet wird. Der digitale Wandel ist Chefsache! Damit er aber auch unten ankommt, bedarf es Unterstützung in der Belegschaft. Bewährt hat sich hierbei das Leuchtturm-Prinzip. Engagierte Mitarbeiter werden von Anfang an in die Planungen mit einbezogen. Sie leben dann den digitalen „Firmen-Lifestyle“ in der Praxis vor. Sehen die Kollegen, dass das Vorteile wie mehr Transparenz, Effektivität und Erfolg bringt, ist die Akzeptanzhürde in der Regel schnell überschritten.

3. Alte Zöpfe nicht abzuschneiden

Ein Problem mit der Digitalisierung ist, dass sie im Prinzip nur ganz oder gar nicht funktioniert. Digitaler Wandel bedeutet nicht einfach nur, dass ein paar neue Soft- und Hardware-Tools zum Einsatz kommen, sondern dass Wertschöpfungskette und Geschäftsmodell mehr oder weniger auf den Kopf gestellt werden. Digitalisierung heisst, dass Anbieter, Kunden und Geschäftspartner näher zusammen rücken und wesentlich enger miteinander vernetzt sind. Die Folge ist, dass mit dem Wandel im wahrsten Sinn des Wortes auch jede Menge Changemanagement anfällt.

Das bedeutet, dass unter Umständen Abteilungen durcheinander gewürfelt werden müssen, bestimmte Arbeiten wegfallen oder vollkommen neue Jobs mit einer anderen Qualifikationsanforderung dazu kommen. So oder so, grundlegend falsch wäre es hier zu zögern. Denn sonst besteht die Gefahr, dass von irgendwoher ein frischer Startup daher kommt und einem den Markt weg nimmt.

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Infografik: So groß wird der Markt für das Internet der Dinge laut IDC


IDC hat kürzlich neue Zahlen zum Internet der Dinge veröffentlicht. In der zugehörigen Pressemitteilung heisst es:

„While the interest and buzz around the Internet of Things (IoT) has grown steadily in recent years, the seemingly endless market promise continues to become reality. According to new research from International Data Corporation (IDC), a transformation is underway that will see the worldwide market for IoT solutions grow from $1.9 trillion in 2013 to $7.1 trillion in 2020.“

Das heisst: Die Marktforscher von IDC behaupten, dass das Bohei rund ums Internet der Dinge nicht mehr nur inhaltsleerer Buzz, sondern Realität ist. Sollten die Zahlen stimmen, dann kann man dem zustimmen. Demnach soll der IoT-Markt von 1,9 Billionen US-Dollar auf 7,1 Billionen in 2020 wachsen. Hier die zugehörige Infografik (ein Klick auf das Bild führt Sie zum PDF von IDC):

Internet der Dinge Wachstumschancen

Willkommen auf DIGIXX – Oder was ist das Internet der Dinge und der Age of Context?


Das Internet der Dinge. Noch 2005 war es nur eine Utopie, 2010 schon eine Vision und jetzt? Jetzt ist es Realität! Wir stehen auf der Schwelle zu einem neuen, spannenden Zeitalter. Es gibt wohl kaum einen Bereich, der nicht durch das „Internet of Things“ revolutioniert werden wird. Vom Einkaufserlebnis im Supermarkt mit Hilfe von NFC und RFID-Chips, über die persönliche Fitness durch Anwendung diverser Sensoren und Tracker (Quantified Self) bis hin zum Gesundheitswesen (Connected Hospital), der Mobilität (Connected Car), neuartigen Kocherlebnissen mit internetfähigen Küchengeräten (Connected Kitchen) und dem effektiven Energiesparen zu Hause dank intelligenter und mit dem Internet verbundener Hauselektronik (Connected Home).

Die Umwälzungen die uns erwarten, werden – ohne Übertreibung – gigantisch sein und unser aller Leben nachhaltig verändern. Mit anderen Worten: Willkommen im wahren „Web 3.0“ (um diesen abgedroschenen Begriff auch mal verwendet zu haben)!*

Blicken wir zurück: Das Web 1.0 zeigte uns das Internet als unidirektionales Medium. Fast wie ein elektronisches Magazin oder Buch. Man konnte Webseiten ansteuern und dort Texte lesen, Bilder ansehen und später sogar Musik und Videos herunterladen. Das Web 2.0 hingegen machte das Internet interaktiv. Es verwandelte ein passiv konsumierbares, nur in eine Richtung funktionierendes Medium in eine interaktive Applikation. Das „Mitmach-Netz“ war geboren. Oder wie es Tim O’Reilly, der „Erfinder“ des Begriffs Web 2.0 sagte: „Das Internet wurde zum Betriebssystem“.

Nun bringt das Internet der Dinge eine vollkommen neue Dimension ins Spiel: Denn jetzt wird alles Internet! Alle nur erdenklichen Varianten von Sensoren, intelligente Geräte aller Art, ja sogar Kleidung und der eigene Körper werden zum Sender und Empfänger. Ladies and Gentleman! Welcome to the connected World!

Ermöglicht und zusammengehalten wird all das durch zwei wesentliche Entwicklungen:

  • Die weite Verbreitung mobiler, stets mit dem Internet verbundener Geräte wie Smartphones, Tablets und „Wearables“ wie der Google-Brille GoogleGlass.
  • Cloudcomputing, mit dessen Hilfe unsere Daten von Ort und Zeit unabhängig werden, mit dessen Hilfe alle unsere Geräte verbunden und synchronisiert werden und das uns die Rechen- und Storage-Power zur Verfügung stellt um Big Data zu handeln und auszuwerten.

Das Ergebnis dieser technischen Revolution (falls wir und die Industrie alles richtig machen): Komplexe Technologie wird erstmals wirklich intuitiv werden. Sie wird unser Leben einfacher machen in dem sie uns mehr, bessere und vor allem tatsächlich benötigte Informationen liefern und daraus sinnvolle Funktionen ableiten wird. Vor allem aber: Sie wird wissen wo wir sind, wohin wir gehen und was wir brauchen um sowohl auf dem Weg dorthin als auch am Ziel optimal mit Know-how, Komfort und notwendigen Funktionen versorgt zu sein. Tatsächlich ist das Internet der Dinge ein weiterer großer Schritt in der gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung. Nach industrieller Revolution, Informationszeitalter, Mobile- und Connected-World folgt jetzt der der nächste große Schritt, das „Age of Context„!

Neue Technologien und die Veränderungen die sie auslösen, haben naturgemäß auch nachteilige Auswirkungen. Vielen machen sie deshalb sogar Angst. Nicht zu Unrecht, denn industrielle und gesellschaftliche Umwälzungen beeinflussen unser Leben nicht nur positiv, sondern auch negativ. Denn natürlich wird es Unternehmen geben, die sich der Entwicklung nicht rechtzeitig anpassen werden können und Menschen ohne ihr eigenes Verschulden in die Arbeitslosigkeit treiben werden. Man kann dann nur hoffen, dass aufgrund der neuen Möglichkeiten und Chancen genügend neue Arbeitsplätze entstehen. Und zwar dort wo die alten verschwunden sind und nicht in Fernost oder Amerika.

Noch schlimmer: Wir werden das, was Privatsphäre ist neu definieren müssen. An welchem Punkt wiegen die Vorteile die Nachteile der Preisgabe unserer Daten auf? Ein wesentlicher Punkt wird dabei sein, ob wir es schaffen werden für Staat und Wirtschaft eine neue Ethik des Vertrauens und der Ehrlichkeit zu etablieren. Werden wir Politiker, Geheimdienstler und Unternehmen dazu bringen unsere sensiblen Daten nur dann zu verwenden, wenn wir selbst (oder im Verbrechensfall die Judikative) dazu die Erlaubnis gegeben haben? Vielleicht ist das sogar der spannendste Aspekt der ganzen Geschichte. Das Internet der Dinge wird uns nur dann breitflächig etwas nützen, wenn wir auch als Gesellschaft besser und ehrlicher werden.

In diesem Sinne: Willkommen auf DIGIXX, unserer neuen Plattform über alles rund um das Internet der Dinge, die Evolution des Internets und spannende Technologien im Zeitalter nach dem PC. Viel Spaß!

*Ja, auch wir wissen, dass man unter dem Web 3.0 eigentlich das semantische Web versteht. Aber was ist das anderes, als die Grundlage des Internets der Dinge?