Die neuen Herausforderungen der mobilen IT


Moderne Smartphones und Tablet-PCs können eine echte Herausforderung für Unternehmen sein. Bisweilen bedarf es sogar eines grundlegenden Paradigmenwechsels. Nehmen wir beispielsweise das Thema Suchmaschinenoptimierung oder kurz SEO. Hierbei geht es darum, dass die eigene Webseite möglichst prominent im Index von Google & Co. vertreten ist, damit sie bei entsprechenden Suchanfragen möglichst weit vorne angezeigt wird. So weit so gut.

Mit dem Start des iPhone 4s im letzten Herbst sehen sich, was SEO betrifft, die Unternehmen mit einer neuen Herausforderung konfrontiert: Der intelligenten Spracheingabe. Diese heisst bei Apple Siri und wird demnächst mit dem Wechsel von iOS 5 auf iOS 6 nochmals „intelligenter„. Unter anderem bekommt sie Zugriff auf die Daten von „Yelp„, einem populären Dienst für die Bewertung lokaler Geschäfte, Dienstleister und Restaurants.

Doch auch die Apple-Mitbewerber arbeiten an intelligenten Assistenten mit Spracheingabe. So gibt es für Android jetzt schon verschiedene Lösungen, wobei die offizielle App mit dem prosaischen Titel Assistant wohl die wichtigste werden dürfte. Aber auch die Samasung-Lösung S Voice dürfte in Zukunft punkten. Es bedarf keinerlei hellseherischer Fähigkeiten um voraus sagen zu können, dass intelligenter Assistenten mit Spracheingabe zukünftig eine der wichtigsten Schnittstellen für die Bedienung von Smartphones, Tablet-PCs aber auch von herkömmlichen PCs werden dürften.

Was das SEO betrifft, müssen Unternehmen allerdings ein wenig umdenken. Zumal unterwegs und noch dazu per Spracheingabe anders gesucht wird als am heimischen PC. Im Falle von Apple und Siri wird die Sache noch dadurch kompliziert, dass hierbei nicht über den Umweg via Google gesucht wird, sondern direkt in den jeweiligen Spezialdiensten wie etwa dem besagten Yelp. Eine gute Einführung in die Problematik gibt die folgende Infografik:

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Chinesische Kartellbehörden: Android muss noch mindestens fünf Jahre frei und kostenlos bleiben


Spätestens seit August letzten Jahres fragt sich die Mobile-Welt, ob Google nun zum Hardware-Hersteller mutieren wird oder nicht? Hintergrund ist der Kauf der Mobile-Sparte von Motorola durch den Suchriesen aus Kalifornien. Die Verlautbarung dazu auf dem Google-Blog lässt jedenfalls darauf schließen, dass es bei dem 12,5-Mrd.-Dollar-Deal vorrangig um die Patente im Hinblick auf Googles Smartphone- und Tablet-Betriebssystem Android geht. Wie wichtig dieses Thema ist, zeigt auch das jüngste Urteil der US-Kartellbehörden im Streit zwischen Motorola und Microsoft. Hier konnte sich offenbar der Software-Hersteller aus Redmond durchsetzen und einen (theoretischen) Importstop für Motorola-Mobilgeräte in die USA erwirken.

Zurück zum Motorola-Kauf: Während die US- und EU-Behörden dem Merger weitgehend problemlos und zeitnah zustimmten, ließen sich die chinesischen Behörden Zeit und stimmten jetzt erst zu. Bedingung: Android muss für mindestens fünf weitere Jahre kostenlos bleiben. Wer sich mit der Materie allerdings auskennt, runzelt bei dieser Bedingung die Stirn. Steht doch hinter Android nicht einfach nur Google, sondern vor allem die Open Handset Alliance. Diese wurde zwar von Google ins Leben gerufen, zu den Gründungsmitgliedern gehört allerdings das Who-is-who der asiatischen Handy-Hersteller. Mit anderen Worten: Google kann nicht ohne weiteres die Grundlagen der Android-Nutzungsbedingungen ändern.

Was steckt also dahinter? Wohl vor allem die nicht ganz unbegründete Angst Chinas, dass Motorola als Handy-Hersteller die neuesten Android-Versionen bevorzugt vor allen anderen bekommen könnte. Denn bekanntlich basiert ein nicht unbeträchtlicher Teil der chinesischen Smartphone-Lösungen auf diversen Betriebsystem-Eigengewächsen auf Basis von Android. Deswegen soll sicher gestellt sein, dass es da nicht zu Wettbewerbsvorteilen für Motorola kommt.

[UPDATE] Ein erster Blick auf Windows 8 [VIDEO]


Gestern hat Microsoft auf dem MWC in Barcelona Windows 8 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und eine Preview-Version zum Download frei gegeben. Keine Frage, das neue Betriebssystem ist entscheidend für die Zukunft des Software-Konzerns aus Redmond. Warum? Weil es nicht nur die Grundlage für die zukünftige Arbeit in Millionen Büros auf der ganzen Welt sein wird, sondern weil es erstmals eine einheitliche Version sowohl für PCs, als auch für Smartphones und Tablet-PCs geben wird.

Stellt sich nur noch die Frage, ist Windows 8 sexy genug um iOS und Android in die Schranken verweisen zu können? Ersten Aufschluss darüber gibt die Windows-8-Video-Präsentation von Jensen Harris, bei Microsoft zuständig für die Windows User Experience:

Update: Der IT-Techblog hat die wichtigsten Facts zu Windows 8 zusammengefasst.

Herausforderung für die IT-Branche – Mobile Geräte ersetzen traditionelle PCs


Es ist Zufall, dass ausgerechnet in diesen Tagen gleich drei Studien auf äusserst beeindruckende Weise zeigen, dass die Tage des traditionellen PCs gezählt sind. Da wäre beispielsweise die oben gezeigte Grafik der Marktforscher von asymco. Sie zeigt, dass bis ca. 2008 traditionelle Wintel-PCs den Markt dominierten. Dann betraten iPhone, iPad und die diversen Android-Geräte die Bühne und die IT-Welt war nicht mehr die gleiche: Ende des Jahres 2011 machten PCs weniger als 50 Prozent des Marktes aus. Die größere Hälfte des Gesamtmarktes ging an mobile iOS- und Android-Devices, also an Tablett-PCs und Smartphones. In Zahlen: Geschätzte 358 Mio iOS- und Android-Geräte versus 336 Mio. PCs (ohne Macs) in 2011.

Dazu passt eine Studie von IDG Connect mit dem Titel „iPad for Business“ (PDF wird automatisch geladen!). Sie zeigt, dass stattliche 60 Prozent der europäischen und sogar 67 Prozent der amerikanischen iPad-Besitzer ihr Tablett für die Arbeit nutzen. Noch besser: 93 Prozent der Amerikaner und immerhin 80 Prozent der Europäer nutzen ihr iPad für arbeitsbezogene Kommunikation. Da überrascht es nicht, dass beispielsweise 23 Prozent der befragten europäischen iPad-Nutzer angeben, es hätte ihren Laptop vollständig ersetzt. Und ach ja: 40 Prozent der iPads in Europa werden vom Arbeitgeber gestellt. Wer da immer noch von „Spielzeugen“ spricht, der hat wohl den Anschluss an die IT-Branche wohl schon verpasst.

Warum IDG gerade das iPad so hervorhebt zeigt wiederum asymco:

„We cannot consider the iPad as a “niche”. The absolute volume of units sold after less than two years is enough to place it within an order of magnitude of all PCs sold. We can also observe that it has a higher trajectory than the iPhone which became a disruptive force in itself.“

Die passende Grafik dazu finden sie hier.

Aber die Zukunft wird für die traditionelle IT noch „schlimmer“. Zumindest, wenn es nach den Consultants von Deloitte geht. Die machen nämlich die Klasse der so genannten „dummen“ Smartphones aus. Geräte, deren Preise unter 100 US-Dollar liegen. Die verzichten dann zwar auf die teure 3G-Unterstützung sind aber dank GPRS, EDGE und WiFi trotzdem vollwertige, internetfähige Geräte. 200 Millionen gingen davon 2011 über den Ladentisch. Für 2012 prognostiziert Deloitte einen Absatz von 300 Milionen Stück. Und das nicht nur in der zweiten und dritten Welt, sondern je nach der ökonomischen Entwicklung auch in den etablierten Industriestaaten.

Was bedeutet das für die IT-Branche?

1. Betriebssysteme wie wir sie heute kennen, gehören immer mehr der Vergangenheit an. Statt dessen werden App-basierte Betriebssysteme ohne zugängliches Dateisystem wie iOS und Android den Markt beherrschen. Selbst traditionelle OS wie OSX Lion mit seinem Lounchpad und dem neuartigen Dokumentenmodell (kein Speichern mehr, etc.) und Windows mit der Metro-Oberfläche gehen in diese Richtung.

2. Das bedeutet aber auch, das herkömmliche Programm ist ein Auslaufmodell. Statt dessen werden Cloud-Dienste und Apps dominieren oder wahlweise HTML5-basierte Web-Applikationen.

3. Aus diesen Gründen wird sich die Software-Branche radikal ändern müssen. Statt dezidierter Server-Lösungen sind Cloud-Systeme gefragt, und statt komplexen (und teueren) Stand-alone-Programmen schlanke Apps.

Browser Logos

Das große Browser-Rennen: Weltweit überholt Google Chrome Firefox – umgekehrtes Bild in Deutschland


Es ist einer dieser vielen historischen Momente der digitalen Welt: Heute hat StatCounter den neuen Bericht zur weltweiten Webbrowser-Nutzung veröffentlicht. Nach den vorliegenden Analysen hat Google Chrome im November zum ersten Mal Mozilla Firefox überholt. Damit ist das Google-Produkt der am zweithäufigsten verwendete Browser der Welt nach dem Internet Explorer von Microsoft.

Im letzten Monat lag der Internet Explorer mit über 40 Prozent Marktanteil weltweit satt vorn. Google Chrome schaffte es auf  über 25,7 Prozent Prozent, gegenüber dem offenen Mozilla Firefox, der immerhin noch 25,2 Prozent Nutzung verbuchen konnte. Der Safari Browser von Apple kommt global auf 5,9 Prozent, Opera auf geringe 1,8 Prozent.

Die Verteilung ist für die großen Anbieter nicht unerheblich, sind es doch die Browser, die – neben den Apps – einen wesentlichen Zugang zu Angeboten und Möglichkeiten für immer mehr Produktivität und Unterhaltung bedeuten.

Browser-Nutzung Global Dezember 2010 bis November 2011

Ganz andere Situation der Browser-Nutzung in Deutschland

In Deutschland hat Firefox mit über 52% einen komfortablen Vorsprung gegenüber dem Internet Explorer, dessen Verwendung gerade die Hälfte davon mit 25 Prozent ausmacht. Dagegen liegt Chrome vergleichsweise nochmal weit dahinter mit 13 Prozent Anteil. Geradezu verschwindend sind hierzulande die Anteile bei Safari mit knapp 5 Prozent und Opera mit über 3 Prozent.

Browser Anteile in Deutschland Dezember 2010 bis November 2011

– Quelle: StatCounter Global Stats – Browser Market Share

Dabei sind es sicher nur eine Handvoll Aspekte, welche die Auswahl des individuell passenden Browsers, abseits von Geschmacksgründen, ausmachen. Speziell Sicherheitsaspekte und Stabilität spielen für die Verwendung in einer professionellen Umgebung eine wesentliche Rolle. Hier sind die wesentlichen Beweggründe für den Einsatz eines optimalen Browsers:

  • Geschwindigkeit beim Seitenaufbau und im Handling, besonders für Animationen, Videos und Verwendung von Tools für Echtzeit-Produktivität
  • Sicherheit, beispielweise vor Viren und unerwünscht ausgeführten Skripts
Schutz der Privatsphäre vor unerlaubtem Zugriff
  • Speicherplatzbedarf und Stabilität, besonders bei mehreren geöffneten Fenster und/oder Tabs
  • Angebot von Erweiterungen wie Plug-ins, gestaltete, konfigurierbare Themes, Spiele etc.
  • Mobiler Einsatz und Übertragung persönlicher Präferenzen auf das Smartphone

– Welche Anforderungen und Vorlieben haben Sie bei der Auswahl des von Ihnen genutzten Browsers einfließen lassen?

Future of Productivity Vision (2011)

Die Zukunft von Zusammenarbeit und Produktivität ist mobil


Einen hübschen Traum über künftige Möglichkeiten, in der digital vernetzten Welt zu leben und zu arbeiten, zeigt ein neues Video von Microsoft.

– Quelle: YouTube

Der Bereich, auf den daneben deutlich fokussiert wird, ist die Einsatz mobiler Technologien, die demnach in Zukunft eine noch stärkere Rolle spielen werden. So beschreiben die Office-Macher auch das Credo des Videos:

[To] help people make better use of their time, focus their attention, and strengthen relationships while getting things done at work, home, and on the go.

Future of Productivity Vision (2011)Etliche der gezeigten Funktionen und Technologien bereits verfügbar und einsetzbar, so etwa Echtzeit-Zusammenarbeit, Spracherkennung und Visualisierung von Daten. Mit den dargestellten, noch nicht verwirklichten Ideen beschäftigen sich laut Microsoft heute jedoch schon die eigene Forschung und Entwicklung sowie andere Unternehmen.

Über die Verknüpfung von mobilen Geräte, und privaten sowie Business Anwendungen mit den Ansprüchen und dem Verhalten einer globalen Gesellschaft, die immer schneller entscheidet, immer beweglicher ist und dabei einfacher arbeiten möchte, schreibt der Leiter des Produktbereiches, Kurt DelBene, in seinem entsprechenden Blogposting:

You’ll see how people can stay productive using a variety of devices from slates and PCs to mobile devices where they can access their information regardless of their location or the device they are using.

Collaborating on projects with remote colleagues gets easier. Information can be interacted with and manipulated using touch and voice commands to create beautiful and useful documents. Better decisions can be made faster with information that is contextually relevant to where you are and what you are doing.

Future of Productivity Vision (2011)Interessant, da voller konkreter Erfahrungen und vielfältiger bis schwirrender Bedürfnisse sind übrigens die mehr als 1.500 Kommentare, die von den Zuschauern Nutzern bereits in den wenigen Tagen seit der Veröffentlichung auf YouTube unter dem Video gepostet wurden.

Microsoft holt auf Apple auf: Windows 8 ist für Tablet-PCs optimiert und bietet eine spektakuläre Oberfläche


Gestern hat Microsoft auf seiner Entwicklerkonferenz mit dem programmatischen Titel Build 2011 das kommende Windows 8 präsentiert. Bezeichnend für das neue Betriebssystem aus Redmond ist die Fokussierung auf Tablett-PCs. Ähnlich wie Mac OS X Lion, das sich langsam in Richtung des iPhone- und iPad-Betriebssystems iOS entwickelt, macht auch Windows 8 zumindest optisch einen riesigen Schritt hin zu Windows Phone 7 und ein wenig in Richtung der Spielekonsole XBox.

Metro nennt Microsoft die Designsprache hinter der neuen Oberfläche, die vorrangig per Multi-Touch-Gesten auf Tablett-PCs bedient werden soll, aber auch per Maus und Tastatur auf Notebooks und Desltop-PCs gesteuert werden kann. Anwendungen sollen grundsätzlich im Vollbild-Modus laufen und können quasi zur Seite geschnippt werden um andere Anwendungen auf den Schirm zu bringen. Für Windows 8/Metro-App-Entwickler stellt Microsoft eine neue API (WinRT) zur Verfügung, der Vertrieb der Apps soll über einen in Windows 8 eingebundenen App-Store erfolgen.

Auf den ersten Blick erinnert das ganze zwar an eine Kombination aus Mac OS X Lion und seinen kleinen Bruder iOS, allerdings scheint Microsoft ein paar große Schritte weiter gegangen zu sein. Wie auch immer, Windows 8 zeigt mehr als deutlich wo die Zukunft der IT liegt: Im Mobile- und App-Breich.

Mobile-Skeptiker und konservative Windows-Nutzer können sich übrigens trotz des Paradigmenwechsels in Redmond entspannt zurücklehnen: Wie üblich bei Microsoft bleibt die Kompatibilität zum Vorgänger gewahrt. Alle Programme, die unter dem Windows 7 laufen, vertragen sich auch mit Windows 8.

Aktuelle Informationen zum Fortgang der Windows-8-Entwicklung finden Sie übrigens auf dem Building-Windows-8-Blog.

HP will PC-Sparte abstoßen und BI-Spezialisten hinzukaufen


Léo Apotheker, früher SAP-Chef, seit November 2010 für die Geschicke von Hewlett Packard zuständig, verordnet dem kalifornischen IT-Riesen eine Radikalkur: Weg mit der PC- und Notebook-Sparte, weg mit den erst vor kurzem übernommenen Resten von Palm. In der entsprechenden Pressemitteilung heißt es:

HP today announced that its board of directors has authorized the evaluation of strategic alternatives for its Personal Systems Group (PSG), including the exploration of the separation of its PC business into a separate company through a spin-off or other transaction.

Damit geht der 1939 in einer Garage in Palo Alto gegründete Elektronik-Konzern (und somit das erste nennenswerte Silicon-Valley-Startup) den gleichen Weg, wie einst Erzrivale IBM. Dort trennte man sich 2004 von der PC-Sparte und legte damit den Grundstein für eine nachhaltige Gesundung des Konzerns.

Pikant im Fall von HP ist freilich, dass die PC-Sparte zum großen Teil aus der 2002 getätigten und umstrittenen Fusion mit dem PC-Pionier Compaq stammt. Auch wurde man bei HP offenbar nie so richtig glücklich mit den von Compaq übernommenen IPAQ Handheld-Rechnern und entwickelte diese nicht nennenswert weiter. Um so erstaunlicher, das man dann 2010 für 1,2 Mrd. US-Dollar die Reste von Palm aufkaufte um im Mobil- und Tablet-Bereich doch noch Fuß zu fassen. Der erste Aufschlag mit dem ersten WebOS-basierten Touchpad ist allerdings gründlich daneben gegangen. Michael Dell, Chef und Gründer von Dell spottete jedenfalls auf Google+: „If HP spins off their PC business….maybe they will call it Compaq?

Doch HP will nicht nur abstoßen, es soll auch zugekauft werden. Beispielsweise der Datamining- und BI-Spezialist Autonomy. In der dazu gehörigen Pressemitteilung wird Léo Apotheker mit den Worten zitiert:

Autonomy brings to HP higher value business solutions that will help customers manage the explosion of information. Together with Autonomy, we plan to reinvent how both unstructured and structured data is processed, analyzed, optimized, automated and protected. Autonomy has an attractive business model, including a strong cloud based solution set, which is aligned with HP’s efforts to improve our portfolio mix. We believe this bold action will squarely position HP in software and information to create the next-generation Information Platform, and thereby, create significant value for our shareholders.

Operation Shady RAT: McAfee deckt riesigen Cyber-Angriff auf


Ein bemerkenswerter Erfolg für den Sicherheits- und Antiviren-Software-Hersteller McAfee: Offenbar wurden über Jahre hinweg die Rechner von bislang über 70 Firmen, Organisationen und Regierungsstellen verschiedener Länder ausspioniert. So schreibt es jedenfalls der McAfee Vice President, Threat Research, Dmitri Alperovitch in einem Blog-Post. Interessanterweise hat die amerikanische Vanity Fair, eigentlich eher ein Gesellschaftsblatt, die Geschichte über die Operation Shady RAT losgetreten. Shady RAT ist übrigens zweideutig und steht sowohl für „zwielichtige Ratte“ als auch für „zwielichtiges Remote Access Tool“.

Das brisante daran: Angeblich soll ein Staat hinter den Angriffen stecken. Ob dem wirklich so ist und ob es tatsächlich China ist, das sei mal dahin gestellt. Tatsache jedoch ist, dass die Liste der Opfer recht bizarr ist. So wurden unter anderem neben diversen Regierungsorganisationen verschiedener Länder auch eine deutsche Buchhaltungsfirma sowie die Rechner verschiedener olympischer Komitees und der World Anti-Doping Agency ausgespäht.

Was auch immer hinter der Geschichte wirklich steckt, eines zeigt sie deutlich: Selbst vermeintlich „unwichtige“ Daten können für jemanden interessant sein und der ist dann auch durchaus bereit den virtuellen Einbruch durchzuführen. Entsprechend ernst sollten Unternehmen die Sicherheit ihrer vernetzten Rechner nehmen. In diesem Fall ist ausserdem beachtenswert, dass die Angriffe unbemerkt über einen sehr langen Zeitraum erfolgten.

Oder wie es Dmitri Alperovitch in seinem Beitrag geschrieben hat:

In fact, I divide the entire set of Fortune Global 2000 firms into two categories: those that know they’ve been compromised and those that don’t yet know.

LibreOffice jetzt auch für Unternehmen geeignet


Es ist eine lange Geschichte: Aus dem ursprünglich von der deutschen Firma Star Division entwickelten StarOffice wurde unter der Ägide von Sun das freie Office-Paket OpenOffice (das von Sun weiterhin unter dem Namen StarOffice vertrieben wurde). Nachdem Sun von Oracle gekauft worden war, kam Unzufriedenheit unter den OpenOffice-Entwicklern auf. Die Folge: Sie kehrten dem Projekt scharenweise den Rücken. Oracle hat darauf hin OpenOffice aufgegeben und die Entwicklergemeinde versammelte sich unter einer neuen Stiftung, der Document Foundation. Die forciert das offene Büro-Paket nun als LibreOffice weiter.

Nun hat LibreOffice einen wichtigen Meilenstein passiert: Mit der neuesten Version 3.4.2 ist es laut der Document Foundation auch bereit für den Einsatz in Unternehmen:

…LibreOffice 3.4.2, the third version of the 3.4 family, targeting both private individuals and enterprises. LibreOffice 3.4.2 fixes the majority of the most-important bugs identified by users in the previous version, and can be deployed for production needs by most enterprises.

Unternehmen jeder Größe haben damit nun wieder eine zeitgemäße und freie Alternative zu den Office-Lösungen der großen Software-Hersteller. LibreOffice bietet unter anderem Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Datenbank und ein Zeichenprogramm.