Die Zukunft der IT ist mobil. Tablets und Smartphones werden den Markt beherrschen


Ein Bild, das eigentlich alles über den Stand der IT sagt: Die Zukunft hat mobil! PCs – egal ob Notebooks oder Desktops – werden zunehmend eine untergeordnete Rolle spielen. Sicherlich nicht absolut, schließlich wird auch deren Bestand kontinuierlich steigen. Aber verglichen mit Tablets und Smartphones stagnieren sie nahe zu (die ganze Präsentation gibt es übrigens hier).

Wer jetzt noch keine mobile Strategie hat, sollte spätestens  jetzt beginnen darüber nach zu denken. Zum Beispiel durch einen Besuch der Communication World 2012.

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HP will PC-Sparte abstoßen und BI-Spezialisten hinzukaufen


Léo Apotheker, früher SAP-Chef, seit November 2010 für die Geschicke von Hewlett Packard zuständig, verordnet dem kalifornischen IT-Riesen eine Radikalkur: Weg mit der PC- und Notebook-Sparte, weg mit den erst vor kurzem übernommenen Resten von Palm. In der entsprechenden Pressemitteilung heißt es:

HP today announced that its board of directors has authorized the evaluation of strategic alternatives for its Personal Systems Group (PSG), including the exploration of the separation of its PC business into a separate company through a spin-off or other transaction.

Damit geht der 1939 in einer Garage in Palo Alto gegründete Elektronik-Konzern (und somit das erste nennenswerte Silicon-Valley-Startup) den gleichen Weg, wie einst Erzrivale IBM. Dort trennte man sich 2004 von der PC-Sparte und legte damit den Grundstein für eine nachhaltige Gesundung des Konzerns.

Pikant im Fall von HP ist freilich, dass die PC-Sparte zum großen Teil aus der 2002 getätigten und umstrittenen Fusion mit dem PC-Pionier Compaq stammt. Auch wurde man bei HP offenbar nie so richtig glücklich mit den von Compaq übernommenen IPAQ Handheld-Rechnern und entwickelte diese nicht nennenswert weiter. Um so erstaunlicher, das man dann 2010 für 1,2 Mrd. US-Dollar die Reste von Palm aufkaufte um im Mobil- und Tablet-Bereich doch noch Fuß zu fassen. Der erste Aufschlag mit dem ersten WebOS-basierten Touchpad ist allerdings gründlich daneben gegangen. Michael Dell, Chef und Gründer von Dell spottete jedenfalls auf Google+: „If HP spins off their PC business….maybe they will call it Compaq?

Doch HP will nicht nur abstoßen, es soll auch zugekauft werden. Beispielsweise der Datamining- und BI-Spezialist Autonomy. In der dazu gehörigen Pressemitteilung wird Léo Apotheker mit den Worten zitiert:

Autonomy brings to HP higher value business solutions that will help customers manage the explosion of information. Together with Autonomy, we plan to reinvent how both unstructured and structured data is processed, analyzed, optimized, automated and protected. Autonomy has an attractive business model, including a strong cloud based solution set, which is aligned with HP’s efforts to improve our portfolio mix. We believe this bold action will squarely position HP in software and information to create the next-generation Information Platform, and thereby, create significant value for our shareholders.

BI-Lösungen von SAP bald mit Google-Maps-Anbindung


Nutzer der BI-Lösung von SAP dürfen sich über neue interessante Funktionen freuen. Zusammen mit Google wollen die Walldorfer ERP-Spezialisten „ihren Kunden die intuitive Verwaltung großer Datenmengen sowie deren visuelle Darstellung erleichtern, um ihnen damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu ermöglichen.“ Erreicht werden soll das, in dem die SAP-Analysesoftware um standortbezogene Funktionen ergänzt wird und eine Anbindung an Google Maps erhält. Wie das dann in der Praxis ausehen wird, zeigt das folgende Video:

In der zugehörigen Pressemitteilung hat SAP ausserdem ein paar Beispiele angegeben, wie die Verbindung zwischen SAP-Soaftware und Google-Maps eingesetzt werden könnte:

  • Ein Telekommunikationsanbieter könnte mithilfe von Google Earth und SAP BusinessObjects Explorer die unterbrochenen Anrufe analysieren und damit defekte Sendemasten lokalisieren.
  • Eine Hypothekenbank könnte Risikobewertungen ihres Darlehensportfolios durchführen, indem sie unter anderem Informationen über Zwangsvollstreckungen über Google Maps mit den Standorten in Zusammenhang bringt, wo bisher Kredite vergeben wurden.
  • Die Kundenbetreuung eines Konsumgüterherstellers könnte mittels SAP StreamWork zusammenarbeiten und Kundenbeschwerden zielgenau lokalisieren, um leichter einen geeigneten Lösungsansatz zu finden.
  • Der Betreiber eines Freizeitparks könnte mithilfe von Google Maps API Premier und SAP-BusinessObjects-Lösungen jederzeit den Besucherandrang an den einzelnen Attraktionen erfassen, um die Besucher entsprechend umzuleiten – und könnte damit letztendlich die Kundenzufriedenheit steigern.

Gartner-Studie: BI-Software häufig unzureichend


Eine neue Studie von Gartner bringt für die BI-Software-Branche erschreckende Erkenntnisse ans Tageslicht: Weniger als 30 Prozent der Anwender nutzen die Business-Intelligence-Lösung ihrer Firma! Die Gründe dafür sind

  1. die komplizierte Bedienung,
  2. lange Reaktionszeiten,
  3. und – ein Schlag ins Gesicht der Branche – die unzureichende Relevanz der ausgegebenen Ergebnisse.

Eine Kritik, die jeder, der schon einmal vor so einem System gesessen ist zumindest teilweise nachvollziehen kann. Nachdenklich sollte jeden Software-Herstellr auch das folgenden Zitat machen:

Gartner analysts said people’s experience of interacting with Internet-powered technologies changes their expectations of IT. BI users want to be able to just pick up and use the technology — they don’t want to have to read the manual. This places a high degree of importance on the human/computer interaction aspects of BI product and deployment design.