Mobile IT und BYOD: Einheitscomputer bremsen die Produktivität


Unternehmen BYOD Mobile Geräte

Die Unternehmens-IT steht vor grundsätzlichen Änderungen: Viele Mitarbeiter arbeiten heute lieber mit dem eigenen Notebook oder Tablet als mit firmeneigener Hard- und Software. Der Grund: Mit vertrauten Systemen arbeiten sie produktiver, und dank Cloud-Computing können sie immer und überall auf Unternehmensdaten zugreifen.

Laut Microsoft erwartet vor allem „die junge Generation ab etwa Jahrgang 1980, die mit digitalen Medien und Computern aufgewachsen ist“, von ihren Arbeitgebern, dass sie nicht durch „unnötige Vorschriften und langweilige Einheitscomputer in ihrer Begeisterung für ihren Job gebremst, sondern wie selbstverständlich unterstützt und gefördert werden.

Laut einer Studie (PDF-Download)  im Auftrag von Dell bieten rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen bereits die Möglichkeit zum „Bring your own Device“ (ByoD) für betriebliche Aufgaben. Durchgeführt wurde die Analyse vom Münchner Marktforschungsinstitut TNS-Infratest, das 328 IT-Verantwortlichen in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen befragte. Die Ergebnisse: Nutzer in 53 Prozent der Unternehmen, in denen private, mobile Systeme tatsächlich im Einsatz sind, greifen damit auch auf Unternehmensanwendungen wie SAP, Microsoft Dynamics oder Oracle zu. Und 45 Prozent der Unternehmen bestätigen dadurch eine Produktivitätssteigerung.

Doch obwohl der Einsatz privater Mobilgeräte in vielen Unternehmen längst eine Tatsache ist und die Risiken nicht unbekannt seien, verzichte man in der Mehrzahl der Fälle darauf, deren Einsatz unternehmensweit und in Einklang mit den Compliance-Vorgaben zu organisieren – eine gefährliche Strategie.

Wie die Hürden in Sachen ByoD sicher genommen werden, zeigt die Communication World 2012 – sowohl auf der Messe als auch in Kongressvorträgen. Denn: „Die Welt von heute ist mobil: Ständige Erreichbarkeit, Flexibilität und Aktualität erfordern moderne, nutzerorientierte Software-Lösungen über alle Endgeräte hinweg, mit vielen vernetzten Services, die immer, überall und sofort in allen Geschäftsprozessen verfügbar gemacht werden können. Das wird zum zentralen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Die Communication World zeigt praxisnah und kundenorientiert, wie die Herausforderungen der mobilen Welt erfolgreich gemeistert werden können“, so ein Unternehmenssprecher der Software AG.

Premiere: Das öffentliche Forum auf der Communication World 2012 [UPDATE]


Communication World Forum BühnenprogrammErstmals präsentiert die Communication World 2012 im Rahmen der Messe eine öffentlich zugängliche und zentrale Bühne, auf der Unternehmen Lösungen und Dienstleistungen für alle Bereiche der mobilen IT vorstellen. Zudem finden im neuen „Communication World Forum“ regelmäßig Podiumsdiskussionen zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen statt.

Während einer Live-Demo am ersten Messetag (9. Oktober 2012) führt beispielsweise Patrick Blitz von der Weptun GmbH vor, wie in 30 Minuten eine App entsteht. Maren Heltsche, eine Fachfrau in Sachen Social Media, liefert in ihrem Vortrag Antworten auf die Frage nach dem „Return on Investment von Social-Media-Aktivitäten“ im Unternehmen. Aufschlussreich auch: „Die rechtlichen Aspekte beim Umgang mit Cloud-Computing“ von Rechtsanwalt Dr. Andreas Splittgerber, einem Experten in Sachen IT-Recht. Best-Practice-Lösungen für das Mobilfunk-Management im Unternehmen runden das Themenspektrum ab. Zum Abschluss des ersten Messetages stellen sich dann Start-ups vor und berichten über ihre Gründungserfahrungen.

Das Forenprogramm am zweiten Tag (10. Oktober 2012) startet mit einem Vortrag von Dr. Alexander Arnold, Leiter Center of Excellence Mobile Geschäftslösungen D/A/CH von SAP. Er erklärt, wie mobile Lösungen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. Und der Vorstand der Mobile Software AG, Dr. Jens Wehrmann, macht gar „eine mobile Liebeserklärung“, die nicht nur ein romantisches Motiv, sondern auch das Thema Bezahl-Apps, Reichweiten und Business-Prozessen ins Zentrum des Interesses rückt. Den Schlusspunkt im Forum setzt eine hochkarätig besetzte Gesprächsrunde, in der Pro und Kontra des Hype-Themas „Bring your own Device“ (BYOD) diskutiert werden.

UPDATE 28.09.2012:

Für die CIO-Podiumsdiskussion hat ein weiterer Spitzenmanager in Sachen Mobile-IT zugesagt: Wir freuen uns auf Thomas Eichhorn, SVP Infrastructure, Operations and Enterprise Architecture, Adidas AG, die kürzlich erfolgreich eine BYOD-Strategie umgesetzt hat.

Und last but not least: An beiden Tagen finden jeweils von 13.30 bis 14.30 Uhr Diskussionsrunden zu “intelligent urbanization” statt. Während sich die Runde am ersten Tag mit „Kommunikation & Mobilität in den Ballungsräumen der Zukunft“ beschäftigt, geht es am zweiten Tag um  „Smarter Cities – Mobile Public Services für den Bürger von Morgen„.

Weiter zum Programm mit allen Veranstaltungen im Forum

Gartner-Studie: BYOD – Herausforderung für Unternehmen


Nach einer aktuellen Studie von Gartner stellen schon 90 Prozent der weltweit befragten Unternehmen mobile Endgeräte zur Verfügung. Smartphones stehen dabei in vorderster Reihe. Aber schon für dieses Jahr planen 86 Prozent auch den Einsatz von Tablet-PCs.

Die Befragung brachte ausserdem eine breite Unterstützung von BYOD (Bring your own Devices) zu Tage. Das heisst, viele Unternehmen unterstützen auch den Einsatz privater Geräte und erlauben deren Einbindung in das Firmen-Netzwerk. Hier sind die so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) besonders weit. Der Grund: Der hohe Anteil junger Mitarbeiter in den dortigen Unternehmen.

BYOD ist für Unternehmen ein ernstzunehmendes Problem. Auf der einen Seite bestehen viele, vor allem junge und sehr gut ausgebildete Mitarbeiter, auf die Nutzung ihrer mobilen Devices und Notebooks, auf der anderen Seite werfen die privaten mobilen Geräte große Fragen hinsichtlich der Sicherheit auf. Um so erstaunlicher ist es, dass immerhin 32 Prozent der befragten Unternehmen den Einsatz von privaten Smartphones unterstützen. Bei Tablets sind es immerhin 37 und bei Laptops und Notebooks immerhin 44 Prozent. Allerdings gibt es da große Unterschiede zwischen jungen Märkten wie den erwähnten BRIC-Staaten und der „alten“ Welt. Dort erlauben beispielsweise nur 28 Prozent den Einsatz eigener Laptops.

Doch der Trend ist nicht aufzuhalten und auch konservative Unternehmen werden sich in Zukunft mit dem Thema beschäftigen müssen, wenn sie unter jungen High-Potentials als attraktiver Arbeitgeber gelten wollen. Gartner empfiehlt deshalb, dass sich Firmen verstärkt mit den Themen Mobile Data Protection (MDP), Network Access Control (NAC), und Mobile Device Management (MDM) beschäftigen.

Themen, die in der einen oder anderen Form auch eine große Rolle auf der Communication World 2012 sowohl im Rahmenprogramm als auch im Kongressteil spielen.

Neue Studie untersucht Vertrauen in Sicherheit mobiler Geräte und Technologien


Smartphones haben dank ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten inzwischen eine Vielzahl beruflicher Arbeitsbereiche und die private Lebenswelt durchdrungen. Nutzer greifen unabhängig von ihrem gegenwärtigen Standort auf Daten zu, bearbeiten diese und stellen sie zur weiteren Verwendung in Dateien, Applikationen und Netzen bis hin zu Clouds auf’s Neue zur Verfügung.

Der Netzwerkausrüster Juniper Networks hat in seiner erstmalig erstellten, weltweiten Studie „Trusted Mobility Index„[Klick auf Link öffnet PDF] im März 2012 untersucht, wie Nutzer der Verwendung mobiler Technologien und Geräte Vertrauen entgegenbringen. Dabei wurde ermittelt, inwieweit Trends hinsichtlich Vertrauen in und Sicherheit mobiler Geräte Einstellungen und Verhaltensweisen beeinflussen. Befragt wurden global 4.037 Nutzer mobiler Endgeräte sowie IT-Entscheider in China, Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA.

Die Ergebnisse sind ebenso interessant wie relevant im Hinblick auf den wachsenden Zuspruch mobiler Geräte (connected devices) für den Arbeitsalltag in Unternehmen. Auch wenn mitunter offiziell keine genutzt werden (dürfen), besonders im Rahmen einer „Nutze Dein Gerät“ (Bring Your Own Device, kurz: BYOD)-Strategie, werden sie häufig einfach mitgebracht. In der Studie beobachten die Analysten von Juniper dazu:

IT leaders are feeling pressure from both
senior management
(33 percent) as well as
rank and file employees (23 percent) 
and often both (43 percent)
to support a “bring your own device” (BYOD) policy.

In der Zwischenzeit umgeht aktuell bald die Hälfte (41 Prozent) der für die Studie befragten Mitarbeiter stillschweigend offizielle Regelungen ihrer Arbeitgeber ohne deren Zustimmung. Die Komplexität der Vermischung verschiedener Einsatzfelder stellt die IT-Verantwortlichen in Unternehmen vor immense neue Aufgaben. Einerseits sollen Daten, auf die Mitarbeiter zugreifen, ständig verfügbar sein, um die Produktivität zu sichern. Gleichzeitig besteht der Anspruch, dass die Sicherheit der Daten zum Schutz der Firmennetzwerke gewährleistet bleibt. Besonders der selbstverständlich erachtete Zugriff über mitunter ein und dasselbe Gerät sowohl auf professionelle Daten als auch auf private Dateien bedeutet oft, weitreichende strategische Entscheidungen zu treffen, welche Mitarbeiter und Informationstechnologie gleichermaßen betreffen können.

Umgekehrt beobachten die IT-Manager, wie darüber neue Herausforderungen auftauchen, die bisher eher geringfügig auftraten oder eingestuft wurden, und ernsthafte Bedenken gerechtfertigt sind. Dazu gehören…

  • Unbefugte Eingriffe in die Netzwerke mittels gestohlener oder verloren gegangener Geräte, die für einen Zugriff eingerichten waren (41 Prozent);
  • Fehlendes Wissen über den Umgang mit unterschiedlichen Geräten (40 Prozent), Betriebssystemen (38 Prozent) oder Sicherheitsaspekten (37 Prozent) sowie
  • Das Risiko, dass Mitarbeiter schädliche Programme (malware) ins Netzwerk hineinbringen (32 Prozent).

Bereits durchschnittlich ein Drittel (30 Prozent) der Verantwortlichen wurde mit einer dieser Situationen bereits konfrontiert.  Ausnahme: In China sind es geradezu beängstigende 69 Prozent.