Daten über Daten: Internet- und Mobile-Trends 2012


Von der Venture-Kapital Firma Kleiner Perkins Caufield & Byers kommt das folgende Konvolut aus interessanten Internet- und Mobile-Daten. Zwar umfasst die Präsentation stattliche 112 Folien, die Lektüre lohnt sich jedoch.

Zunächst geht es um grundlegende Daten zum Internet und zur mobilen Nutzung (ab Folie 6). Bemerkenswert dabei: Deutschland belegt nur den Platz neun bei abgeschlossenen 3G-Verträgen. Das höchste Wachstum verbuchen China, Brasilien und Indien (Folie 7).

Ab Folie 13 dreht sich alles um die Monetarisierung des mobilen Internets, sprich um Werbung. Und da sieht es gar nicht so überragend gut aus. Im Vergleich zum stationären Internet ist bei der mobilen Nutzung der Ertrag pro User deutlich niedriger (Folie 20). Absolut gesehen allerdings sind die Wachstumsraten im mobilen Netz gigantisch.

Richtig interessant wird es dann ab Folie 29. Hier geht es um die vielen Paradigmenwechsel, die die mobile Nutzung des Internets bei Anbietern und Herstellern auslösen muss, damit sie auch weiterhin im Geschäft bleiben. Es folgen nämlich 57 inspirierende Folien, die die neusten Entwicklung in Social Web und Mobile Internet zeigen. Erschreckend dabei: So gut wie keines der gezeigten Beispiele hat seinen Ursprung im deutschsprachigen Raum. Schade…

Mobile-IT-News vom 15. März 2012


iPad 3 in der Presse: Heute ist der Tag der Reviews des neuen iPads, das ja nicht iPad 3, sondern einfach nur iPad heisst. Keine Online-Publikation, die am Vortag des offiziellen Verkaufsstarts, nicht mit einem „Test“ oder „Hands-on“ prahlen würde. Und klar, die Journalisten sind begeistert. Besseres Display, bessere Kamera, mehr Speed. Was will man mehr? Selbst Spiegel Online jubeliert mehr als gewohnt. Allerdings wird sowohl beim Spiegel, als auch bei der Zeit-Online bemängelt, dass das neue iPad in Deutschland sein Geschwindigkeitspotential beim mobilen Surfen im Internet nicht nutzen kann. Zum einen, weil es hier kein LTE gibt, zum anderen, weil viele Provider das eh schon recht lahme 3G (UMTS) drosseln.

Kaufberatung zum neuen iPad: Falls Sie übrigens wissen wollen, ob sich der Kauf des neuen iPads für Sie lohnt, dann schauen Sie am besten beim renommiertesten Apple-Fan, nämlich Walt Mossberg und seinem iPad-Test vorbei. Auch gut: ZDNet mit 16 Gründen kein neues iPad kaufen zu müssen. Eine gute und für alle Generationen einleuchtende Kaufberatung zum iPad gibt es ausserdem bei TUAW. Und wenn Sie wissen wollen, wie das neue iPad von innen aussieht und welche Komponenten drin stecken, dann werden Sie hier fündig.

Nokia-Tablet: Angesichts der Übermacht des iPads und den Hoffnungsträgern der Android-Tablet-Fraktion freut man sich schon fast darüber, dass Nokia laut Reuters angeblich an einem eigenen Windows-8-Tablet arbeitet.

User wünschen größere Smartphone-Displays: Derweilen meinen die Marktforscher von Strategy Analytics heruasgefunden zu haben, dass sich britische und amerikanische Smartphone-Nutzer größere Displays wünschen. Am besten mit 4 bis 4,5 Zoll. Zum Vergleich: Der Bestseller Apple-iPhone hat ein 3,5-Zoll-Display!

Deutsche digital kauffaul: Zum Schluss noch neue Zahlen von Nielsen. Dort hat man Tablet-Nutzer in USA, UK, Italien und Deutschland befragt, für welche Inhalte sie bezahlen würden. Das Ergebnis: Deutschland ist digitale Diaspora, wenn es um bezahlten Content geht. Es ist nicht klar, ob die Deutschen noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen sind oder einfach nur geizig sind. Fest steht, alle anderen geben für digitale Tablet-Inhalte mehr Geld aus:

Mobile-IT-News vom 6. März 2012 [VIDEO]


Windows 8 überrollt den Mainstream. Der Spiegel-Online meint offenbar, dass das neue Betriebssystem seine Leser überfordert und sieht sich genötigt 12 Tipps zu geben, damit auch der Laie mit dem innovativem OS zurecht kommt. Tipp Nr.1 ist übrigens „Treiber installieren“. Offenbar ist es also mit der Innovation doch noch nicht so weit…

Derweilen scheinen sich noch mehr dunkle Wolken über dem Blackberry-Hersteler RIM zusammenzubrauen. So berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass man wohl die Gebühren, die Provider an RIM für die Blackberry-Dienste zahlen müssen, senken müsste.

Eine neue Studie in den USA zeigt, dass das „iPad“ (nicht etwa Tablet-PCs an sich) die am schnellsten wachsende „Technologie“ unter amerikanischen KMUs ist. So habe sich der Einsatz von iPads in kleinen und mittleren Unternehmen von 9 Prozent im Jahr 2010 auf 34 Prozent in 2011 nahezu vervierfacht. Wirklich interessant ist aber die AUssage eines der Macher der Studie: „Our research has shown that for small business owners, productivity and efficiency, which used to be the central benefits of technology, are now declining in importance compared to accessibility.“ Das heisst: Einfache Bedienung siegt über Produktivität und Effizienz!

Großes wird über Nokia gemunkelt. Groß, im Sinne von 41 Megapixeln! Diese Auflösung steckt (zumindest theoretisch) in der neuen PureView-Imaging-Technologie von Nokia. Jetzt sind Gerüchte aufgekommen, dass die neue Super-Kamera in kommenden Lumia-Smartphones mit Windows Phone zum Einsatz kommt. Das wäre ein Feature, mit dem die iOS- und Android-Front noch nicht aufwarten kann.

Wie Tablet-PCs zum Familienmitglied werden


Nielsen hat untersucht, wie iPad & Co. in Familien mit Kindern unter zwölf Jahren genutzt werden. Zwar fand die Untersuchung nur in den USA statt, dürfte aber weitgehend auf den deutschen Sprachraum übertragbar sein.

Demnach sind Spielen und Lernen die wichtigsten Tablet-Anwendungen bei Kindern. Hier werden also in gewissem Rahmen der Heim-PC bzw. die Spielekonsole ersetzt. Vor allem scheinen Tablet-PCs aber da zu sein, um die Kinder auf Reisen zu beschäftigen (55 Prozent der Befragten) und bei sie bei Restaurantbesuchen und ähnlichen Events ruhig zu halten (41 Prozent). Die Pumuckl-Kassette dürfte damit endgültig ausgedient haben. In 43 Prozent der Fälle ist das Tablet auch Fernsehersatz. Angesichts dessen, dass Dienste wie Hulu und Tivo in Deutschland bislang fehlen, dürfte diese Zahl allerdings nicht auf Europa übertragbar sein.