Neue Studie untersucht Vertrauen in Sicherheit mobiler Geräte und Technologien


Smartphones haben dank ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten inzwischen eine Vielzahl beruflicher Arbeitsbereiche und die private Lebenswelt durchdrungen. Nutzer greifen unabhängig von ihrem gegenwärtigen Standort auf Daten zu, bearbeiten diese und stellen sie zur weiteren Verwendung in Dateien, Applikationen und Netzen bis hin zu Clouds auf’s Neue zur Verfügung.

Der Netzwerkausrüster Juniper Networks hat in seiner erstmalig erstellten, weltweiten Studie „Trusted Mobility Index„[Klick auf Link öffnet PDF] im März 2012 untersucht, wie Nutzer der Verwendung mobiler Technologien und Geräte Vertrauen entgegenbringen. Dabei wurde ermittelt, inwieweit Trends hinsichtlich Vertrauen in und Sicherheit mobiler Geräte Einstellungen und Verhaltensweisen beeinflussen. Befragt wurden global 4.037 Nutzer mobiler Endgeräte sowie IT-Entscheider in China, Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA.

Die Ergebnisse sind ebenso interessant wie relevant im Hinblick auf den wachsenden Zuspruch mobiler Geräte (connected devices) für den Arbeitsalltag in Unternehmen. Auch wenn mitunter offiziell keine genutzt werden (dürfen), besonders im Rahmen einer „Nutze Dein Gerät“ (Bring Your Own Device, kurz: BYOD)-Strategie, werden sie häufig einfach mitgebracht. In der Studie beobachten die Analysten von Juniper dazu:

IT leaders are feeling pressure from both
senior management
(33 percent) as well as
rank and file employees (23 percent) 
and often both (43 percent)
to support a “bring your own device” (BYOD) policy.

In der Zwischenzeit umgeht aktuell bald die Hälfte (41 Prozent) der für die Studie befragten Mitarbeiter stillschweigend offizielle Regelungen ihrer Arbeitgeber ohne deren Zustimmung. Die Komplexität der Vermischung verschiedener Einsatzfelder stellt die IT-Verantwortlichen in Unternehmen vor immense neue Aufgaben. Einerseits sollen Daten, auf die Mitarbeiter zugreifen, ständig verfügbar sein, um die Produktivität zu sichern. Gleichzeitig besteht der Anspruch, dass die Sicherheit der Daten zum Schutz der Firmennetzwerke gewährleistet bleibt. Besonders der selbstverständlich erachtete Zugriff über mitunter ein und dasselbe Gerät sowohl auf professionelle Daten als auch auf private Dateien bedeutet oft, weitreichende strategische Entscheidungen zu treffen, welche Mitarbeiter und Informationstechnologie gleichermaßen betreffen können.

Umgekehrt beobachten die IT-Manager, wie darüber neue Herausforderungen auftauchen, die bisher eher geringfügig auftraten oder eingestuft wurden, und ernsthafte Bedenken gerechtfertigt sind. Dazu gehören…

  • Unbefugte Eingriffe in die Netzwerke mittels gestohlener oder verloren gegangener Geräte, die für einen Zugriff eingerichten waren (41 Prozent);
  • Fehlendes Wissen über den Umgang mit unterschiedlichen Geräten (40 Prozent), Betriebssystemen (38 Prozent) oder Sicherheitsaspekten (37 Prozent) sowie
  • Das Risiko, dass Mitarbeiter schädliche Programme (malware) ins Netzwerk hineinbringen (32 Prozent).

Bereits durchschnittlich ein Drittel (30 Prozent) der Verantwortlichen wurde mit einer dieser Situationen bereits konfrontiert.  Ausnahme: In China sind es geradezu beängstigende 69 Prozent.

Advertisements
Samsung concept AMOLED display

Das Tablet der Zukunft ist transparent [Video]


Eine hübsche Vision mobiler Zukunft hat Samsung nun in einem Video vorgestellt: das Konzept für webfähige, transparente AMOLED Mobilgeräte mit Augmented Reality-Funktion und 3D unter Nutzung von mobilem Breitband und ohne die Abhängigkeit von ständiger Stromversorgung. Besonders für den Einsatz von Location-based Services stellt dies sicher eine attraktives Modell für die Zukunft dar. Das Unternehmen forscht schon seit einiger Zeit an der Entwicklung durchsichtiger Bildschirme dieser Art.

Natürlich wird es noch einige Jahre dauern bis es tatsächlich soweit ist, derartige mobile Hardware weltweit professionell zu nutzen. Doch die bloße Vorstellung, irgendwann über derartige Technologien mit flexiblen Displays tatsächlich zu verfügen, ist allein schon attraktiv.

Geschäftlich? Privat? Hauptsache mobil! IT-Studie zum Einsatz von Geräten


Die Arbeitsplatz-Situation in europäischen IT-Unternehmen und eine Unterscheidung persönlicher und geschäftlicher Geräte beleuchtet eine Studie, die von IDC (International Data Corporation) erstellt und von Unisys herausgegegeben wurde. Befragt wurden über 1.300 Mitarbeiter in IT-Unternehmen, die als sogenannte „Worker“ täglich Informationstechnologie einsetzen und daneben über 260 leitende Mitarbeiter der Branche. Neben Deutschland wurden im Rahmen der weltweiten Studienbefragung im europäischen Bereich auch die IT-Branchen von Belgien, Frankreich, Grossbritannien und der Niederlande herangezogen.

Solche Ergebnisse, die auf den funktionalen und inhaltlichen Einsatz von Gadgets für Social Media Kommunikation fokussieren, habe ich angesichts der thematischen Nähe in einem Posting im Blog von Becker. Joerges. agile communication. zusammengefasst.

Die folgende Infografik liefert einen interessanten Überblick zu wesentlichen Studienergebnissen (zum Vergößern bitte anklicken):

IDC Unisys 2011 Consumerization of IT Study Closing the Consumerization Gap Infographic

– Quelle: Unisys

Verantwortliche von IT-Unternehmen in Europa unterschätzen demnach den Grad, wie Social Media, besonders auf mobilen Geräten, verwendet wird. Tatsächlich gehen die Mitarbeiter teilweise ganz selbstverständlich mit bestimmten Geräte-Technologien am Arbeitsplatz um. Für 52 Prozent der befragten europäischen iWorker ist das Laptop das primäre Endgerät, im Vorjahr lag der Wert noch bei 45 Prozent.

Übrigens: Auch Tablets sehen iWorker zunehmend als Arbeitsgerät: 8 Prozent (2011: 1 Prozent) der Befragten glauben, dass 2012 ein Tablet-PC zum wichtigsten Arbeitsgerät werde. Ein interessanter Aspekt, der über Bedenken hinsichtlich Sicherheit hinausgeht: 78 Prozent der befragten Verantwortlichen meinen, die Arbeitsmoral sei besser, wenn Mitarbeiter für die Arbeit eigene Endgeräte nutzen dürfen. Vielmehr: Sogenannte „Bring Your Own Device“-Programme, die bereitgestellte Budgets umfassen, mit denen Mitarbeiter ihre Geräte bzw. Gadgets selbst anschaffen dürfen, werden von 66 Prozent als positiv bewertet, da sich dies auf Corporate Team-Aspekte wie Mitarbeiterzufriedenheit und Zielerreichung auswirken könne.

In Sachen Einschätzung und Nutzung in der Realität gibt es deutliche Unterschiede: 73 Prozent der europäischen Befragten nutzen ihr persönliches Smartphone täglich professionell im Unternehmenseinsatz – hingegen ein Verhalten, dass nur 31 Prozent der Entscheider so einstufen. Zum Vergleich das Befragungsergebnis über Tablet-PCs: 12 Prozent der nutzen ihr privat angeschafftes Tablet am Arbeitsplatz, 7 Prozent der Vorgesetzten meinen, dies unter ihren Mitarbeitern zu beobachten.

Apropos Tablet PC- und Smartphone-Nutzung: Gerade 11 Prozent der befragten IT-Manager gaben an, Unternehmensapplikationen für den Einsatz auf mobilen Endgeräten modernisiert zu haben. Zudem haben 77 Prozent für das kommende Jahr noch keine Pläne. Die grössten Einwände beim Einsatz privater Endgeräte am Arbeitsplatz haben IT-Verantwortliche zu 81 Prozent wegen „Sicherheitsbedenken“, 51 Prozent fürchten negative Einflüsse durch Viren, die aus sozialen Netzwerken übertragen werden. Als Gegenmaßnahme setzen 46 Prozent (2010: 52 Prozent) auf – komplexe – Passwörter, 49 Prozent auf ein Single-Sign-on (2010: 53 Prozent) als sicheres Log-in für Plattformen.