CCW (Foto: Messe München)

Communication World in München


Es ist so weit, am 11. und 12 Oktober öffnet die Communication World im Münchner M,O,C, ihre Pforten. Unterstützt wird die Veranstaltung beispielsweise von HTC Germany, Qualcomm CDMA Technologies, Telefónica Germany und der Stabsstelle des IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung. Neben der Präsentation ihres Produkt- bzw. Dienstleistungsportfolios, beleuchten die Unternehmen im Konferenzteil die Herausforderungen und Chancen mobiler Kommunikation in Unternehmen. Insgesamt stehen den Teilnehmern über 70 Vorträge zur Auswahl.

Dazu Manfred Salat, Projektleiter IT Messen und Kongresse der Messe München GmbH:

„Wir freuen uns über die Beteiligung von mehr als 30 namhaften Sponsoren, die sich auch als Aussteller vor Ort präsentieren und mit ihrem Know-how und ihrer Expertise den Teilnehmern der Communication World die Herausforderungen und Chancen mobiler Kommunikation in Unternehmen vorstellen“.

Und André Lönne, Executive Director DACH bei HTC Germany ergänzt:

„Mit der Communication World schafft die Messe München eine neue und vielversprechende Plattform für die ITK-Branche. Für HTC bietet sich auf der Kongressmesse die Chance, seine Mobile-Lösungen für Unternehmen darzustellen und neue Kunden zu gewinnen.“

Die Eröffnungs-Keynote mit dem Titel „Mobile Enterprise – Wie die mobile Kommunikation unser Geschäftsleben revolutioniert“ wird Johannes Pruchnow halten, Geschäftsführer für den Business-Bereich bei Telefónica Germany.

Weitere teilnehmende Unternehmen sind Alcatel-Lucent, Dell, Extricom, F-Secure, IBM, Materna, Microsoft, Oracle, Ruckus Wireless, SAP Deutschland, Siemens Enterprise Communications, Symantec, und T-Systems. Sie stellen in insgesamt 76 Vorträgen neben den technischen Aspekten auch mobile Lösungen für Mitarbeiter und Lösungen der mobilen Kundenansprache vor. Außerdem werden Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Branchen präsentiert. Highlights bilden am ersten Veranstaltungstag Beiträge zur Zukunft der Netze, mobile Cloud und Collaboration, mobile CRM, mGovernment sowie Vorträge aus dem Automotive-Bereich.

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HP will PC-Sparte abstoßen und BI-Spezialisten hinzukaufen


Léo Apotheker, früher SAP-Chef, seit November 2010 für die Geschicke von Hewlett Packard zuständig, verordnet dem kalifornischen IT-Riesen eine Radikalkur: Weg mit der PC- und Notebook-Sparte, weg mit den erst vor kurzem übernommenen Resten von Palm. In der entsprechenden Pressemitteilung heißt es:

HP today announced that its board of directors has authorized the evaluation of strategic alternatives for its Personal Systems Group (PSG), including the exploration of the separation of its PC business into a separate company through a spin-off or other transaction.

Damit geht der 1939 in einer Garage in Palo Alto gegründete Elektronik-Konzern (und somit das erste nennenswerte Silicon-Valley-Startup) den gleichen Weg, wie einst Erzrivale IBM. Dort trennte man sich 2004 von der PC-Sparte und legte damit den Grundstein für eine nachhaltige Gesundung des Konzerns.

Pikant im Fall von HP ist freilich, dass die PC-Sparte zum großen Teil aus der 2002 getätigten und umstrittenen Fusion mit dem PC-Pionier Compaq stammt. Auch wurde man bei HP offenbar nie so richtig glücklich mit den von Compaq übernommenen IPAQ Handheld-Rechnern und entwickelte diese nicht nennenswert weiter. Um so erstaunlicher, das man dann 2010 für 1,2 Mrd. US-Dollar die Reste von Palm aufkaufte um im Mobil- und Tablet-Bereich doch noch Fuß zu fassen. Der erste Aufschlag mit dem ersten WebOS-basierten Touchpad ist allerdings gründlich daneben gegangen. Michael Dell, Chef und Gründer von Dell spottete jedenfalls auf Google+: „If HP spins off their PC business….maybe they will call it Compaq?

Doch HP will nicht nur abstoßen, es soll auch zugekauft werden. Beispielsweise der Datamining- und BI-Spezialist Autonomy. In der dazu gehörigen Pressemitteilung wird Léo Apotheker mit den Worten zitiert:

Autonomy brings to HP higher value business solutions that will help customers manage the explosion of information. Together with Autonomy, we plan to reinvent how both unstructured and structured data is processed, analyzed, optimized, automated and protected. Autonomy has an attractive business model, including a strong cloud based solution set, which is aligned with HP’s efforts to improve our portfolio mix. We believe this bold action will squarely position HP in software and information to create the next-generation Information Platform, and thereby, create significant value for our shareholders.

Sinkende Handy- und Smartphone-Verkäufe machen Nokia Probleme


Weltweit ist Nokia nach Stückzahlen immer noch der Handy-Hersteller Nr. 1. Allerdings haben es die Finnen versäumt, sich rechtzeitig um ein zeitgemäßes Smartphone-Betriebssystem zu kümmern und haben in diesem so wichtigen Markt längst den Anschluss an Apple und vor allem an die Android-Riege verloren.

Anstatt diesen Rückstand mit aller Macht aufzuholen, hat der im Herbst letzten Jahres von Microsoft gekommene Stephen Elop seinem ehemaligen Arbeitgeber einen riesigen Gefallen getan und im Rahmen einer strategischen Partnerschaft Windows Phone 7 adaptiert. Zwar sehen die Marktforscher von IDC Windows Mobile im Jahr 2015 hinter Googles Android auf dem zweiten Platz der Smartphone-Betriebssysteme, aber ob das wirklich so eintreten wird, wer weiß? Nicht wenige Fachleute sind der Meinung, dass hier eine Allianz der Verlierer entstanden ist.

So oder so, an der Handy- und Smartphone-Verkaufsfront schaut es bei Nokia zur Zeit mau aus. Konnten im Vorjahresquartal laut Nokia noch 85,8 Mio. Handys verkauf werden, waren es dieses mal nur rund 71,8 Mio. Das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent. Bei Smartphones (Smart Devices) sank der Absatz von 25,2 auf 16,7 Mio. Stück. Ein Minus von satten 34 Prozent. Auf diese Weise summierte sich laut FTD der Verlustim im dritten Geschäftsquartal auf 368 Mio. Euro nach IFRS. Im gleichen Quartal des Vorjahres konnten die Finnen noch einen Gewinn von 227 Mio. Euro verbuchen.

Es wird auf jeden Fall spannend sein zu beobachten, ob und wie sich Nokia mit Hilfe von Microsoft in Zukunft entwickeln wird. Traurig ist jedenfalls, dass Nokia ausgerechnet Apples iPhone-Erfolg und den dafür fälligen Lizenzzahlungen zumindest nach eigener Rechnung operativ im Plus ist.