Die Smartphone-Marktanteile für das erste Quartal 2012 sind da


Das war Absehbar: Nach dem kurzzeitig, bedingt durch die Neueinführung des iPhone 4s, Apple im vierten Quartal 2011 der größte Smartphone-Hersteller der Welt war, hat sich im ersten Quartal 2012 Samsung diesen Titel zurück geholt. Zumindest nach den aktuellen Zahlen von Strategy Analytics. Wie schon bei unserer Meldung zu den Zahlen des Vorquartals liegen keine offiziellen Zahlen Seitens Samsung vor, so dass es sich hier um eine Schätzung (hier eine andere) handelt. Im Gegensatz dazu hat Apple – wie immer – seine Zahlen offen gelegt.

Bemerkenswert ist in jedem Fall, dass Samsung und Apple zusammen über die Hälfte (54,7 Prozent) des Marktes kontrollieren. Gut möglich, dass im nächsten Quartal Samsungs Vorsprung noch einmal wachsen wird, denn bekanntlich soll am 3. Mai in London das neue Samsung-Smartphone-Flagschiff, der Nachfolger des Bestsellers Galaxy S II präsentiert werden.

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Durchwachsene Zahlen bei Nokia, kleiner Erfolg mit Lumia 800


Nokia hat die Zahlen für das Jahr 2011 sowie das vierte Quartal 2011 (PDF) vorgelegt. Alles in allem sind sie eher durchwachsen. Der Umsatz lag in Q4 bei rund 10 Mrd. Euro. Das ist ein Minus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auf das Jahr bezogen lag der Umsatz 2011 bei 1,16 Mrd. Euro, 2010 waren es noch 1,85 Mrd. Euro.

Wesentlich interessanter sind die Smartphone-Verkäufe. Und da sieht es weiterhin düster aus: Die Finnen konnten im im vierten Quartal lediglich 19,6 Millionen Geräte absetzen, was einem Rückgang von immerhin 31 Prozent entspricht. Einziger Lichtblick war der Windows-getriebene Hoffnungsträger Nokia Lumia 800. Hier gingen immerhin über eine Million Geräte über die Ladentheke.

Allerdings kommt man nicht umhin diese Zahlen in Relation zu setzen: Apple hat beispielsweise im gleichen Quartal 37 Millionen iPhones abgesetzt, Samsung „schätzt“ 35 Millionen Smartphones abgesetzt zu haben.

Google legt Zahlen für Q4 und Geschäftsjahr 2011 vor


Die Börsenwelt ist unnachgiebig: Obwohl Google Umsatz und Gewinn steigern konnte, gab die Aktie laut FTD um 10 Prozent nach. Offenbar haben sich die Analysten noch mehr erhofft. Dabei können die aktuellen Zahlen durchaus beeindrucken: So konnte der Nettoumsatz um gut 27 Prozent gesteigert werden, was zu einem Nettoerlös von immerhin 8,13 Mrd. US-Dollar führte (Vorjahresquartal: 6,37 Mrd.). Davon blieb ein Gewinn von 2,71 Mrd. US-Dollar. (Vorjahresquartal 2,54 Mrd. US-Dollar).

Für die IT- und Mobile-Welt interessanter, sind die in der Bilanz-Telefonpressekonferenz genannten Zahlen zu Android: Demnach wurden bislang rund 250 Mio. Android-Geräte unter das Volk gebracht. Diese Zahl dürfte sich rasch vergrößern, da zur Zeit laut Google täglich rund 700.000 neue Geräte aktiviert werden. Zudem wurden bislang rund 11 Milliarden Apps aus dem Android Market herunter geladen.

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Auch Microsoft legt gute Zahlen vor


So langsam aber sicher sind wir durch, was die Quartalsberichte für das zweite Jahresviertel betrifft. Als letzter in der Reihe der großen IT-Marken hat gestern Microsoft seine aktuellen Zahlen vorgelegt. Demnach hat der Software- und Spielekonsolen-Hersteller aus Redmond gut verdient und hat ein Rekordergebnis vorgelegt. So stieg der Umsatz im – nach Microsoft-Rechnung – vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 um acht Prozent auf 17,4 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn ist sogar um satte 30 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal gestiegen. Er lag damit bei 5,87 Mrd. Dollar, was 69 US-Cent pro Aktie entspricht.

Interessant ist, wo die guten Umsätze und Gewinne herkamen, denn bekanntlich schwächelt der PC-Absatz in den westlichen Industrienationen und damit die Einkünfte aus dem OEM-Gechäft mit Windows. So ist der Umsatz der für das Betriebssystem Windows zuständigen Sparte „Windows & Windows Live Division“ das vierte Quartal in Folge (leicht) zurück gegangen: Von 4,78 auf 4,74 Mrd. US-Dollar. Der operative Gewinn fiel von 3,06 auf 2,94 Mrd. US-Dollar.

Gut verdient hat Microsoft hingegen mit seinen Office- und Sever-Produkten. So stiegen die Umsätze der Sparte „Server and Tools“ von 5,37 auf 5,77 Milliarden US-Dollar und die der „Microsoft Business Division“ von 4,14 auf 4,64 Mrd. US-Dollar (jeweils bezogen auf das gleiche Quartal im Vorjahr). Dies entspricht Gewinnen von 1,77 und 3,62 Mrd. US-Dollar.

Da es sich bei Microsoft um das vierte Geschäftsquartal handelt, hat der Konzern auch seinen Jahresabschluss vorgelegt. Demnach erzielten die Redmonder insgesamt eine Umsatz von 69,94 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn von 23,2 Mrd. US-Dollar.

Sinkende Handy- und Smartphone-Verkäufe machen Nokia Probleme


Weltweit ist Nokia nach Stückzahlen immer noch der Handy-Hersteller Nr. 1. Allerdings haben es die Finnen versäumt, sich rechtzeitig um ein zeitgemäßes Smartphone-Betriebssystem zu kümmern und haben in diesem so wichtigen Markt längst den Anschluss an Apple und vor allem an die Android-Riege verloren.

Anstatt diesen Rückstand mit aller Macht aufzuholen, hat der im Herbst letzten Jahres von Microsoft gekommene Stephen Elop seinem ehemaligen Arbeitgeber einen riesigen Gefallen getan und im Rahmen einer strategischen Partnerschaft Windows Phone 7 adaptiert. Zwar sehen die Marktforscher von IDC Windows Mobile im Jahr 2015 hinter Googles Android auf dem zweiten Platz der Smartphone-Betriebssysteme, aber ob das wirklich so eintreten wird, wer weiß? Nicht wenige Fachleute sind der Meinung, dass hier eine Allianz der Verlierer entstanden ist.

So oder so, an der Handy- und Smartphone-Verkaufsfront schaut es bei Nokia zur Zeit mau aus. Konnten im Vorjahresquartal laut Nokia noch 85,8 Mio. Handys verkauf werden, waren es dieses mal nur rund 71,8 Mio. Das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent. Bei Smartphones (Smart Devices) sank der Absatz von 25,2 auf 16,7 Mio. Stück. Ein Minus von satten 34 Prozent. Auf diese Weise summierte sich laut FTD der Verlustim im dritten Geschäftsquartal auf 368 Mio. Euro nach IFRS. Im gleichen Quartal des Vorjahres konnten die Finnen noch einen Gewinn von 227 Mio. Euro verbuchen.

Es wird auf jeden Fall spannend sein zu beobachten, ob und wie sich Nokia mit Hilfe von Microsoft in Zukunft entwickeln wird. Traurig ist jedenfalls, dass Nokia ausgerechnet Apples iPhone-Erfolg und den dafür fälligen Lizenzzahlungen zumindest nach eigener Rechnung operativ im Plus ist.

Apple mit bestem Quartal aller Zeiten


Apple-Store

Apple-Store in der 5th Avenue (Foto: Apple)

Man merkt, dass in den USA gerade die Berichtssaison in vollem Gange ist: Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein wichtiger IT-Konzern seine Quartalszahlen veröffentlicht. Nach den sehr guten Zahlen von Google und IBM hat nun auch Apple eine mehr als erfreuliche Bilanz präsentiert. Genauer gesagt: Das beste Quartalsergebnis seiner Geschichte!

Hier in aller Kürze die Fakten: Apple hat im – nach seiner Zeitrechnung – dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres, den Umsatz von 15,7 Milliarden US-Dollar im gleichen Quartal des Vorjahres auf 28,6 Milliarden US-Dollar fast verdoppelt. Der Gewinn verdoppelte sich dabei ebenfalls, nämlich von 3,25 auf 7,3 Milliarden US-Dollar. Das entspricht immerhin 7,79 US-Dollar pro Aktie.

Grundlage für den Erfolg sind die guten Verkäufe der Bestseller Macs, iPhones und iPads. Apple konnte im vergangenen Quartal 3,95 Mio. Macs (plus 14 Prozent), 20.34 Mio. iPhones (plus 142 Prozent) und 9.25 Mio. iPads (plus 183 Prozent) absetzen. Lediglich bei den iPods gab es ein Absatzminus von 20 Prozent zu beklagen. Das freilich ist aber Jammern auf hohem Niveau, denn in Zahlen heißt das, das immer noch 7,54 Mio. Stück über den Ladentisch gegangen sind.

IBM: Gute Zahlen in Q2 und rosiger Ausblick für 2011


Der IBM-Vorstandsvorsitzende und CEO Samuel J. Palmisano auf der CeBIT 2011 (Foto: IBM)

Der IBM-Vorstandsvorsitzende und CEO Samuel J. Palmisano auf der CeBIT 2011 (Foto: IBM)

Gerade noch eben feierte man bei IBM den 100. Geburtstag, da gibt es schon wieder Grund zum Feiern, denn die Zahlen für das 2. Quartal 2011 sind erfreulich: Der Umsatz stieg gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr um gute 12,4 Prozent (währungsbereinigt um fünf Prozent) auf 26.7 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn stieg im gleichen Zeitraum um acht Prozent von 3,4 auf 3,7 Milliarden US-Dollar (GAAP).

Dazu IBM-Vorstandsvorsitzender und CEO Samuel J. Palmisano:

In the second quarter our long-term strategic investments in the company’s growth initiatives again helped drive strong revenue performance. Hardware, software and services revenue grew at double digits, and we achieved strong profit and free cash flow growth. As IBM begins its second century, we continue a process of transformation, positioning the company to lead in the future and deliver higher value to our clients and our shareholders. Given our strong start to 2011, we are raising our full-year operating earnings per share expectations to at least $13.25.

Will heißen: IBM sieht für dieses Jahr Luft nach oben und hebt deshalb die operative Gewinnerwartung von 13,15 auf 13,25 US-Dollar pro Aktie an. Das klingt im ersten Augenblick nicht berauschend, aber der Börse gefallen die IBM-Zahlen so gut, dass die „Big Blue“-Aktien sogar den DAX nach oben ziehen.

Google Zahlen für Q2 2011


Überraschend gute Zahlen für das abgelaufene Quartal (Stichtag 30. Juni 2011) legte der Suchmaschinenriese Google vor: Der Umsatz stieg im Vergleich zu Q2 im Vorjahr von 6,82 Milliarden US-Dollar um 32 Prozent auf jetzt 9,03 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn lag bei 2,88 Milliarden US-Dollar.

Weitaus interessanter als die reinen Wirtschafts-Kennzahlen sind freilich die darüber hinaus publizierten Zahlen und Daten:

  • Die bezahlten Klicks auf Anzeigen auf den Google-Seiten und bei den AdSense-Partnern stiegen um rund 18 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres, sind aber gegenüber dem Vorquartal um etwa zwei Prozent gesunken.
  • Cost-Per-Click-Angebote liefen hingegen auch gegenüber dem Vorquartal besser: Die Ergebnisse stiegen um rund zwei Prozent, gegenüber dem Q2 des Vorjahres stiegen sie um rund 12 Prozent.
  • Google erzielte ausserhalb der USA 54 Prozent des Gesamtumsatz oder 4,87 Milliarden US-Dollar.
  • Die Barbestände von Google lagen zum Stichtag 30. Juni 2011 bei 39,1 Milliarden US-Dollar.