Social Media im Unternehmensalltag: Von Farbcodes zum Social Newsroom


Social Media im UnternehmenJeden Tag entsteht die Herausforderung auf’s Neue: Mitarbeiter in modernen Unternehmen haben eine Vielzahl von Kommunikationskanälen und Social-Media-Plattformen zur Verfügung, die eigentliche Verantwortung für Kommunikation jedoch liegt in den Händen weniger Kommunikationsfachleute. Dabei stehen den Mitarbeitern heute oft viele Türen hinsichtlich Themenauswahl und Einsatz von Kapazität offen – wenn es während der Arbeitszeit der Unterstützung der eigenen Marke dient.

Mit einigen weitläufig verbreiteten Apps und internen Kernelementen lassen sich im Social Web interessante Effekte bis hin zu richtiggehenden Erfolgen erzielen. Neben der verantwortungsvollen Rolle eines Social Media Managers, dem verbindlichen Regelwerk der Social-Media-Guidelines sowie einfach zu befolgenden Schritten gehören unbedingt die praktischen Befähigung und technische Möglichkeiten für alle Mitarbeiter gleichermaßen dazu. Und es ist durchaus möglich und plausibel, eigene Wege zu gehen, um kontinuierlich und strukturiert relevante Themen aus dem eigenen Unternehmensumfeld aufzubauen und zu platzieren.

Microsoft beispielsweise arbeitet beispielsweise mit einer eigens entwickelten, internen Social-Media-Ampel, den sogenannten Social Advisories: „Das sind E-Mail-Nachrichten, die Positionen zu bestimmten Themen beinhalten. Ein Farbcode signalisiert den gewünschten Umgang mit den Themen. Grün bedeutet „Please share“, rot warnt „Do not comment“, erläutert Thomas Mickeleit, Director of Communications bei Microsoft Deutschlandin einem aktuellen Interview. Dabei „geht es darum, möglichst viele zu motivieren, sich am Geschehen auf Facebook, Twitter & Co. zu beteiligen. Wir verstehen die Kollegen als Markenbotschafter.

Zur Umsetzung der Kommunikation 2.0 gibt eine handvoll bekannter und praktikabler Plattformen, mit denen einfach und schnell eigene Inhalte über Produkte, Lösungen und Services verbreitet werden können – mobil via Apps auf dem Smartphone und von allen Mitarbeitern im Team. Für die Communication World setzen wir auf eine gezielte Auswahl an Social-Web-Plattformen – hier unsere Top 10:

  1. Twitter – zur Information in Echtzeit vor, während und nach dem Event am 9. und 10. Oktober 2012.
  2. Facebook – für Postings und – aktuell – für die Einreichung zum Smart Mobile Award 2012 sowie der folgenden Abstimmung über die Start-ups.
  3. Google+ zum Verbreiten von Blogposting sowie zur Zusammenarbeit im Team.
  4. YouTube für Videos, z.B. Interviews mit Sprechern auf dem Kongress.
  5. Flickr – mit den besten Fotos von Messe und Kongress der Communication World.
  6. Scribd – zum Nachlesen unserer Communication World Newsletter.
  7. Paper.li – mit Themen-Empfehlungen unserer Twitter-Follower der letzen 24 Stunden.
  8. Slideshare –für Präsentationen über die Veranstaltung und von den Referenten im Forum und Kongress.
  9. Scoop.it! – für alle Ausgaben des Communication World Newsletter sowie weitere interessante Dokumente.
  10. Last but not least: der Blog, hier für Beiträge rund um spezifische Themen aus der Welt der Mobile-IT.

Alle Social Media Aktivitäten rund Communication World finden sich übrigens auf einen Blick in unserem Social Newsroom.

Premiere: Das öffentliche Forum auf der Communication World 2012 [UPDATE]


Communication World Forum BühnenprogrammErstmals präsentiert die Communication World 2012 im Rahmen der Messe eine öffentlich zugängliche und zentrale Bühne, auf der Unternehmen Lösungen und Dienstleistungen für alle Bereiche der mobilen IT vorstellen. Zudem finden im neuen „Communication World Forum“ regelmäßig Podiumsdiskussionen zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen statt.

Während einer Live-Demo am ersten Messetag (9. Oktober 2012) führt beispielsweise Patrick Blitz von der Weptun GmbH vor, wie in 30 Minuten eine App entsteht. Maren Heltsche, eine Fachfrau in Sachen Social Media, liefert in ihrem Vortrag Antworten auf die Frage nach dem „Return on Investment von Social-Media-Aktivitäten“ im Unternehmen. Aufschlussreich auch: „Die rechtlichen Aspekte beim Umgang mit Cloud-Computing“ von Rechtsanwalt Dr. Andreas Splittgerber, einem Experten in Sachen IT-Recht. Best-Practice-Lösungen für das Mobilfunk-Management im Unternehmen runden das Themenspektrum ab. Zum Abschluss des ersten Messetages stellen sich dann Start-ups vor und berichten über ihre Gründungserfahrungen.

Das Forenprogramm am zweiten Tag (10. Oktober 2012) startet mit einem Vortrag von Dr. Alexander Arnold, Leiter Center of Excellence Mobile Geschäftslösungen D/A/CH von SAP. Er erklärt, wie mobile Lösungen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. Und der Vorstand der Mobile Software AG, Dr. Jens Wehrmann, macht gar „eine mobile Liebeserklärung“, die nicht nur ein romantisches Motiv, sondern auch das Thema Bezahl-Apps, Reichweiten und Business-Prozessen ins Zentrum des Interesses rückt. Den Schlusspunkt im Forum setzt eine hochkarätig besetzte Gesprächsrunde, in der Pro und Kontra des Hype-Themas „Bring your own Device“ (BYOD) diskutiert werden.

UPDATE 28.09.2012:

Für die CIO-Podiumsdiskussion hat ein weiterer Spitzenmanager in Sachen Mobile-IT zugesagt: Wir freuen uns auf Thomas Eichhorn, SVP Infrastructure, Operations and Enterprise Architecture, Adidas AG, die kürzlich erfolgreich eine BYOD-Strategie umgesetzt hat.

Und last but not least: An beiden Tagen finden jeweils von 13.30 bis 14.30 Uhr Diskussionsrunden zu “intelligent urbanization” statt. Während sich die Runde am ersten Tag mit „Kommunikation & Mobilität in den Ballungsräumen der Zukunft“ beschäftigt, geht es am zweiten Tag um  „Smarter Cities – Mobile Public Services für den Bürger von Morgen„.

Weiter zum Programm mit allen Veranstaltungen im Forum

Soziale Netzwerke: So mancher checkt den Status noch im Bett


Wir wissen nicht genau, ob soziale Netzwerke so stark genutzt werden, weil es so viele Mobile Devices gibt, oder ob es so viele Mobile Devices gibt, weil die Nutzer verrückt nach sozialen Netzwerken sind. Was wir aber definitiv wissen ist, dass von den weltweit 901 Millionen Facebook-Mitgliedern, das soziale Netzwerk 488 Millionen über ein mobiles Device nutzen. Also mehr als die Hälfte. Auch bei Twitter sieht es ähnlich aus: 60 Prozent twittern mobil. Mit anderen Worten: Die Nutzung sozialer Netzwerke geht Hand in Hand mit der Verbreitung der mobilen, internetfähigen Devices, sprich Smartphone und Tablet-PCs.

Jetzt hat der Branchenverband BITKOM eine interessante Statistik veröffentlicht. Gefragt wurde, wann die Deutschen erstmals am Tag den Status in ihrem sozialen Netz checken. Überraschendes Ergebnis: Immerhin vier Prozent checken Ihren Status noch im Bett, vor dem Aufstehen! Alles in allem sehen 29 Prozent noch am Vormittag nach. 24 Prozent checken ihre Status Mittags oder Nachmittags und 42 Prozent lassen sich bis zum Abend Zeit.

Daten über Daten: Internet- und Mobile-Trends 2012


Von der Venture-Kapital Firma Kleiner Perkins Caufield & Byers kommt das folgende Konvolut aus interessanten Internet- und Mobile-Daten. Zwar umfasst die Präsentation stattliche 112 Folien, die Lektüre lohnt sich jedoch.

Zunächst geht es um grundlegende Daten zum Internet und zur mobilen Nutzung (ab Folie 6). Bemerkenswert dabei: Deutschland belegt nur den Platz neun bei abgeschlossenen 3G-Verträgen. Das höchste Wachstum verbuchen China, Brasilien und Indien (Folie 7).

Ab Folie 13 dreht sich alles um die Monetarisierung des mobilen Internets, sprich um Werbung. Und da sieht es gar nicht so überragend gut aus. Im Vergleich zum stationären Internet ist bei der mobilen Nutzung der Ertrag pro User deutlich niedriger (Folie 20). Absolut gesehen allerdings sind die Wachstumsraten im mobilen Netz gigantisch.

Richtig interessant wird es dann ab Folie 29. Hier geht es um die vielen Paradigmenwechsel, die die mobile Nutzung des Internets bei Anbietern und Herstellern auslösen muss, damit sie auch weiterhin im Geschäft bleiben. Es folgen nämlich 57 inspirierende Folien, die die neusten Entwicklung in Social Web und Mobile Internet zeigen. Erschreckend dabei: So gut wie keines der gezeigten Beispiele hat seinen Ursprung im deutschsprachigen Raum. Schade…

Geschäftlich? Privat? Hauptsache mobil! IT-Studie zum Einsatz von Geräten


Die Arbeitsplatz-Situation in europäischen IT-Unternehmen und eine Unterscheidung persönlicher und geschäftlicher Geräte beleuchtet eine Studie, die von IDC (International Data Corporation) erstellt und von Unisys herausgegegeben wurde. Befragt wurden über 1.300 Mitarbeiter in IT-Unternehmen, die als sogenannte „Worker“ täglich Informationstechnologie einsetzen und daneben über 260 leitende Mitarbeiter der Branche. Neben Deutschland wurden im Rahmen der weltweiten Studienbefragung im europäischen Bereich auch die IT-Branchen von Belgien, Frankreich, Grossbritannien und der Niederlande herangezogen.

Solche Ergebnisse, die auf den funktionalen und inhaltlichen Einsatz von Gadgets für Social Media Kommunikation fokussieren, habe ich angesichts der thematischen Nähe in einem Posting im Blog von Becker. Joerges. agile communication. zusammengefasst.

Die folgende Infografik liefert einen interessanten Überblick zu wesentlichen Studienergebnissen (zum Vergößern bitte anklicken):

IDC Unisys 2011 Consumerization of IT Study Closing the Consumerization Gap Infographic

– Quelle: Unisys

Verantwortliche von IT-Unternehmen in Europa unterschätzen demnach den Grad, wie Social Media, besonders auf mobilen Geräten, verwendet wird. Tatsächlich gehen die Mitarbeiter teilweise ganz selbstverständlich mit bestimmten Geräte-Technologien am Arbeitsplatz um. Für 52 Prozent der befragten europäischen iWorker ist das Laptop das primäre Endgerät, im Vorjahr lag der Wert noch bei 45 Prozent.

Übrigens: Auch Tablets sehen iWorker zunehmend als Arbeitsgerät: 8 Prozent (2011: 1 Prozent) der Befragten glauben, dass 2012 ein Tablet-PC zum wichtigsten Arbeitsgerät werde. Ein interessanter Aspekt, der über Bedenken hinsichtlich Sicherheit hinausgeht: 78 Prozent der befragten Verantwortlichen meinen, die Arbeitsmoral sei besser, wenn Mitarbeiter für die Arbeit eigene Endgeräte nutzen dürfen. Vielmehr: Sogenannte „Bring Your Own Device“-Programme, die bereitgestellte Budgets umfassen, mit denen Mitarbeiter ihre Geräte bzw. Gadgets selbst anschaffen dürfen, werden von 66 Prozent als positiv bewertet, da sich dies auf Corporate Team-Aspekte wie Mitarbeiterzufriedenheit und Zielerreichung auswirken könne.

In Sachen Einschätzung und Nutzung in der Realität gibt es deutliche Unterschiede: 73 Prozent der europäischen Befragten nutzen ihr persönliches Smartphone täglich professionell im Unternehmenseinsatz – hingegen ein Verhalten, dass nur 31 Prozent der Entscheider so einstufen. Zum Vergleich das Befragungsergebnis über Tablet-PCs: 12 Prozent der nutzen ihr privat angeschafftes Tablet am Arbeitsplatz, 7 Prozent der Vorgesetzten meinen, dies unter ihren Mitarbeitern zu beobachten.

Apropos Tablet PC- und Smartphone-Nutzung: Gerade 11 Prozent der befragten IT-Manager gaben an, Unternehmensapplikationen für den Einsatz auf mobilen Endgeräten modernisiert zu haben. Zudem haben 77 Prozent für das kommende Jahr noch keine Pläne. Die grössten Einwände beim Einsatz privater Endgeräte am Arbeitsplatz haben IT-Verantwortliche zu 81 Prozent wegen „Sicherheitsbedenken“, 51 Prozent fürchten negative Einflüsse durch Viren, die aus sozialen Netzwerken übertragen werden. Als Gegenmaßnahme setzen 46 Prozent (2010: 52 Prozent) auf – komplexe – Passwörter, 49 Prozent auf ein Single-Sign-on (2010: 53 Prozent) als sicheres Log-in für Plattformen.