Studie von Cisco: Deutsche wollen mehr „Mobile Banking“ – und die klassische Filiale


Cisco Jabber Video

Foto: Cisco

Immer mehr Kunden in Deutschland wünschen sich von Banken mobile und virtuelle Dienstleistungen. Die Services sollen übergreifend über virtuelle und reale Vertriebskanäle verfügbar sein. Dabei zeigten sich die Kunden in Deutschland besonders aufgeschlossen für Mobile Banking, wie die internationale Studie „Cisco IBSG Omnichannel Banking“ ermittelt hat. Der Netzwerkspezialist Cisco beteiligt sich an der Communication World 2012 mit einem Kongressbeitrag und mit einem Messe-Stand.

Kunden in Deutschland wechseln laut der Analyse bereits zunehmend auf virtuelle Kanäle: So bevorzugten 67 Prozent schon Web-Anwendungen für Transaktionen wie das Bezahlen von Rechnungen sowie für die Kontoverwaltung und -prüfung. Solche einfachen virtuellen Interaktionen werden mit 62 Prozent häufiger von zu Hause aus erledigt als über Bankautomaten (53 Prozent).

Laut der Studie von Cisco wollen außerdem 20 Prozent der Deutschen Mobile Banking nutzen, um beispielsweise ihre Ausgaben in Echtzeit zu kontrollieren sowie um persönliches Finanzmanagement zu betreiben und um Zahlungen durchzuführen. 36 Prozent haben bereits PayPal für mobile Bezahlungen verwendet, im Vergleich zu 14 Prozent in Großbritannien und elf Prozent in Frankreich. Nur ein Prozent der Deutschen würden aber derzeit Finanztransaktionen über soziale Medien ausführen.

Trotz der hohen Popularität von Online-Banking legen Kunden laut Cisco allerdings immer noch großen Wert auf reale Bankfilialen. 76 Prozent der Kunden in Deutschland wollen auf eine Filiale, die umfassende Finanzberatung sowie klassische Bankdienste wie Steuerberatung oder Versicherungen anbietet, nicht verzichten. 32 Prozent würden sogar ihre Bank wechseln, wenn es keine persönliche Beratung mehr in der Filiale gäbe. Doch bereits 21 Prozent akzeptieren Videokonferenzen für eine höhere Beratungsqualität, wenn spezialisiertes Wissen wichtig ist. Dabei besuchen heute schon Kunden in Deutschland im Schnitt nur 1, 3mal im Monat eine Bank – der amerikanische Bankkunde geht 2, 5mal im Monat zur Bank.

Bedenken bezüglich der Sicherheit persönlicher Daten könnten die Akzeptanz von Omnichannel Banking jedoch verzögern. Die Studie ergab, dass sich in Deutschland 56 Prozent der Kunden Sorgen über Datenschutz, Sicherheit und Identitätsdiebstahl machen. 29 Prozent sehen aber Banken noch als vertrauenswürdigste Institution beim Schutz der Daten im Vergleich zu Behörden (25 Prozent), Social Media-Angeboten (4 Prozent) und Telekommunikationsunternehmen (3 Prozent).

Cisco reagiert auf den Trend zum Omnichannel Banking und hat die „Remote Expert for Retail Banking Smart Solution“ angekündigt. Die Lösung ermögliche über High-Definition-Video virtuelle persönliche Meetings zwischen Bankberatern und Kunden in jeder Filiale. Mithilfe dieser Lösung sollen Banken die Effizienz und Produktivität ihrer Finanzberater erhöhen und personalisierte Kundenservices bieten können.

Es gibt Handlungsbedarf: LTE in Deutschland noch unbekannt


Das Zukunftsthema LTE ist bei den Deutschen noch nicht angekommen, sagen die Marktforscher von Deloitte. Deshalb sollten LTE-Anbieter aktiv Aufklärung betreiben und ihre Vermarktungsstrategien neu ausrichten, um das High-Speed-Netz erfolgreich in den Markt zu tragen. Dazu sollten die Vorteile deutlicher herausgestellt werden, beispielsweise Geschwindigkeit und geeignete Applikationen wie Videotelefonie und Streaming.

Logo Deloitte „Denn erst wenn Nutzern der Mehrwert von LTE erkennbar ist, wird sich auch das Interesse erhöhen“, erklärt Dr. Andreas Gentner, Partner und TMT Leiter EMEA bei Deloitte. Die Marktforschung des globalen Wirtschaftsprüfungsunternehmens veröffentlichte vor kurzem die StudieGlobal Mobile Consumer Survey“, für die unter anderem alleine in Deutschland über 2.000 Mobilfunkkunden befragt wurden.

Grafik LTE Interesse

Grafik: Deloitte

Laut der Untersuchung interessieren sich nur 17 Prozent für LTE-Dienste beziehungsweise für LTE-unterstützte Endgeräte. 42 Prozent aller Befragten kennen den Long-Term-Evolution-Standard nicht einmal – anders als in den USA, wo knapp ein Drittel aktives Interesse zeigt und nur elf Prozent LTE nicht kennen. LTE habe aber Potenzial, denn die Deutschen legen laut der Untersuchung großen Wert auf optimale Netzqualität. Besonderes Potenzial stecke in der Zielgruppe der 18- bis 34-Jährigen: 24 Prozent setzen auf Geschwindigkeit und interessieren sich für die neuen LTE-Netze.

Strenge Richtlinien bei „Mobile IT“ – und aus Sorgenkindern werden Musterknaben


In Unternehmen findet ein kultureller Umschwung statt. Haben viele Firmen bis vor Kurzem den Einsatz von Smartphones und Tablets generell abgelehnt, wollen die meisten Organisationen nun eigene mobile Anwendungen entwickeln und verteilen. Denn sie steigern erfahrungsgemäß die Produktivität. Trotzdem zählen mobile Endgeräte zu den großen  Sorgenkindern im Bereich IT-Sicherheit.

Symantec State of Mobility Studie 2012 - Deutsche ErgebnisseUnternehmen sind fest davon überzeugt, dass Mobilität sich positiv auf die Produktivität auswirkt“, so ein Ergebnis der State of Mobility Studie 2012 von Symantec. Befragt wurden dabei 6.275 Unternehmen in 43 Ländern. Nach der Implementierung haben laut der Analyse 77 Prozent aller weltweit Befragten festgestellt, dass die Angestellten effizienter arbeiten. Allerdings gaben 41 Prozent der weltweit Befragten und 37 Prozent der Interviewten in Deutschland auch zu, dass mobile Endgeräte zu den Top 3 der größten Risiken im Bereich IT-Sicherheit zählen. Die Befragten fürchten vor allem verlorene oder gestohlene Geräte, Datenverlust und unautorisierten Zugang zu Unternehmensressourcen. Hinzu komme Malware, die das Unternehmensnetzwerk infizieren kann. Und Sicherheitsvorfälle können teuer werden – vor allem wenn Mobile Computing zu einem festen Bestandteil der Unternehmens-IT zählt. Symantec kalkuliert die dafür anfallenden durchschnittlichen Kosten für deutsche Unternehmen mit jährlich fast 80 000 Euro. Die Summe setze sich aus Datenverlust, Imageschaden, Produktivitätseinbußen oder auch sinkendem Kundenvertrauen zusammen.

Alexander Peters SymantecAlexander Peters, Manager Technology Sales Organisation der Symantec Deutschland GmbH sieht „Mobile Security“ als ein Thema, das ganzheitlich betrachtet werden muss. Er präsentiert auf dem Kongress der Communication World 2012 anhand konkreter Beispiele verschiedene Lösungsansätze, um IT-Governance im mobilen Umfeld sicherzustellen. Denn das Credo der Experten von Symantec lautet: „Sobald mobile Lösungen auf breiter Basis genutzt werden, müssen strengere Richtlinien eingehalten werden. Ausnahmen sind dann nicht mehr zu tolerieren.

Mobile Lösungen für Mitarbeiter: Ein schneller ROI ist garantiert


Mobile Mitarbeiter

Der Einsatz von Smartphones und Tablets in Unternehmen führt zu mehr Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und Transparenz – unter der Voraussetzung, dass die mobilen Lösungen in bestehende Geschäftsprozesse integriert sind. Die ganze Vielfalt der Mini-Anwendungen mit großer Wirkung ist auf der Communication World 2012 zu sehen.

Laut den Marktforschern von IDC werden bis 2013 rund ein Drittel (34,9 Prozent) aller Mitarbeiter in Unternehmen Smartphones und Tablets nutzen. „Die schöne neue Welt der mobilen Lösungen und der damit einhergehende Wunsch des Anwenders, jederzeit und von überall geschäftlich aktiv zu sein, ist aktuell eines der bestimmenden Themen für Softwarehersteller“, weiß Hans-Walter Siegmund, Geschäftsführer der Mesonic GmbH. Auf der Communication World 2012 präsentiert das Unternehmen seine mobile Business-Lösung „Mobile WINLine“ als Ergänzung zur  ERP-/CRM-Software, die für kleine und mittelständische Unternehmen konzipiert wurde. Anwender können damit ihre Unternehmensdaten online auf verschiedenen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet aufrufen und damit in Echtzeit arbeiten.

„Die Entwicklung und Implementierung von mobilen Apps steht (…) bei den meisten Unternehmen ganz oben auf der Prioritätenliste“*, erklärt auch IDC-Analyst Stephen Drake. Denn: „Viele Unternehmen erkennen jetzt, dass ihnen der Einsatz mobiler Technologie einen starken Return on Investment (ROI) bringen kann.“ Dazu eine beeindruckende Zahl: Laut einer 2010 durchgeführten Studie der University of Texas in Austin kann ein Fortune-1000-Unternehmen seinen Jahresumsatz um 2,01 Milliarden Dollar steigern, wenn es die Nutzbarkeit von Daten nur um zehn Prozent erhöht.

Softwareanbieter mit einer integrierten, standardbasierten Plattform, mit der sich die gesamte mobile Landschaft koordinieren lässt, werden dabei den größten Erfolg auf diesem Markt erzielen, dessen ist sich der IDC Mobility und Telecom-Experte Drake sicher. SAP zeigt mit der „Sybase Unwired Platform“ auf der Communication World 2012 eine entsprechende Basis. Mobil- und Webentwickler erhalten damit eine umfassende, standardbasierte Umgebung für die maßgeschneiderte Entwicklung nativer und auch Web-Apps für unterschiedliche Gerätetypen. Ergänzt wird dieses Angebot durch die branchenweit führende Lösung für das Management mobiler Daten, Anwendungen und Geräte: Sybase Afaria. Damit lässt sich der gesamte Lebenszyklus mobiler Geräte und Anwendungen sicher abwickeln – von der Bereitstellung über die Verwaltung bis hin zur Aktualisierung.

Auch adesso mobile solutions wird auf der Communication World 2012 vertreten sein. „Wir freuen uns darauf, denn die Kongressmesse rund um das Thema `Mobile` in Süddeutschland wird den Markt der hochwertigen Fachveranstaltungen noch bereichern. adesso mobile wird die aktuellsten Trends des Einsatzes von Mobilportalen und Business-Applikationen in Unternehmen ebenso vorstellen, wie auch zu Fragestellungen zum Einsatz des mobilen Kanals in Kommunikation und Vertrieb Rede und Antwort zu stehen“, sagt Dr. Josef Brewing, Geschäftsführer adesso mobile solutions GmbH.

__________

*) We are reaching an inflection point in the industry, where developing and deploying mobile apps tops the priority list (…) for a majority of enterprises.“

BITKOM: Surfen im Web ist die wichtigste Smartphone-Anwendung


Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Goldmedia im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 2.000 Personen hat ergeben, dass nicht das Telefonieren, sondern das Surfen im Internet die wichtigste Anwendung für Smartphone-Nutzer ist. Demnach gehen 43 Prozent der Smartphone-Besitzer jeden Tag mit dem Gerät ins Internet, aber „nur“ 42 telefonieren täglich mit ihrem Smartphone. Auf dem dritten Platz folgt mit 41 Prozent der Versand von Kurznachrichten (SMS). Besonders interessant, das es sich ebenfalls um eine Internet-Nutzung handelt: 34 Prozent der Smartphone-Nutzer greifen täglich auf soziale Netzwerke zu. Ebenfalls 43 Prozent nutzen ihr internetfähiges Handy zur Terminplanung.

Interessant sind auch entsprechende britische Zahlen des Providers O2, die Ende letzten Monats veröffentlicht wurden:

Freilich sind die beiden Untersuchungen nicht vergleichbar, da die zugrundeliegenden Systematiken unterschiedlich sind: Abfragen der täglichen Nutzung bei BITKOM versus aufgewendete Zeit bei O2. Trotzdem zeigen beide Untersuchungen eindeutig: Nicht Telefonieren sondern das Internet ist die wichtigste Smartphone-Anwendung! Wenn das nicht Beweis genug für eine glänzende Zukunft der Mobile-IT und der Communication World ist?

Studie: Drei Milliarden mobile Webnutzer bis 2016


Und wieder kommt eine Studie zu uns, die eindrucksvoll belegt, dass wir die Ära „Mobile“ erreicht haben. Verfasser sind dieses mal die Wirtschaftsprüfer von Price-Waterhouse-Coopers (PwC). Diese haben unter anderem auch ein Auge auf die „Schlüsseltrends in der weltweiten Unterhaltungs- und Medienbranche“. Ein wichtiges Ergebnis dabei: „Das mobile Web wird immer wichtiger. Waren es 2007 erst 237 Millionen, so sind es 2016 bereits knapp drei Milliarden Anwender, die mobil ins Internet gehen.

Dementsprechend fällt auch das Fazit von Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC aus:

„Für Medienunternehmen stellt sich angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Branche nicht mehr die Frage, ob sie ihre Inhalte digital und online anbieten sollen. Es geht vielmehr darum, mit welchem Geschäftsmodell sie sich in der digitalen und zunehmend mobilen Wertschöpfungskette etablieren können.“

Was da so nebenbei am Ende des Satzes anklingt ist letztendlich die Akzeptanz des Faktischen: Es ist nicht mehr die Frage ob analog oder digital, sondern ob mobil oder stationär! Letzteres wird es vermutlich in Zukunft nicht oder nur noch vereinzelt geben. Mobil ist der neue Standard!

Neue Studie untersucht Vertrauen in Sicherheit mobiler Geräte und Technologien


Smartphones haben dank ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten inzwischen eine Vielzahl beruflicher Arbeitsbereiche und die private Lebenswelt durchdrungen. Nutzer greifen unabhängig von ihrem gegenwärtigen Standort auf Daten zu, bearbeiten diese und stellen sie zur weiteren Verwendung in Dateien, Applikationen und Netzen bis hin zu Clouds auf’s Neue zur Verfügung.

Der Netzwerkausrüster Juniper Networks hat in seiner erstmalig erstellten, weltweiten Studie „Trusted Mobility Index„[Klick auf Link öffnet PDF] im März 2012 untersucht, wie Nutzer der Verwendung mobiler Technologien und Geräte Vertrauen entgegenbringen. Dabei wurde ermittelt, inwieweit Trends hinsichtlich Vertrauen in und Sicherheit mobiler Geräte Einstellungen und Verhaltensweisen beeinflussen. Befragt wurden global 4.037 Nutzer mobiler Endgeräte sowie IT-Entscheider in China, Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA.

Die Ergebnisse sind ebenso interessant wie relevant im Hinblick auf den wachsenden Zuspruch mobiler Geräte (connected devices) für den Arbeitsalltag in Unternehmen. Auch wenn mitunter offiziell keine genutzt werden (dürfen), besonders im Rahmen einer „Nutze Dein Gerät“ (Bring Your Own Device, kurz: BYOD)-Strategie, werden sie häufig einfach mitgebracht. In der Studie beobachten die Analysten von Juniper dazu:

IT leaders are feeling pressure from both
senior management
(33 percent) as well as
rank and file employees (23 percent) 
and often both (43 percent)
to support a “bring your own device” (BYOD) policy.

In der Zwischenzeit umgeht aktuell bald die Hälfte (41 Prozent) der für die Studie befragten Mitarbeiter stillschweigend offizielle Regelungen ihrer Arbeitgeber ohne deren Zustimmung. Die Komplexität der Vermischung verschiedener Einsatzfelder stellt die IT-Verantwortlichen in Unternehmen vor immense neue Aufgaben. Einerseits sollen Daten, auf die Mitarbeiter zugreifen, ständig verfügbar sein, um die Produktivität zu sichern. Gleichzeitig besteht der Anspruch, dass die Sicherheit der Daten zum Schutz der Firmennetzwerke gewährleistet bleibt. Besonders der selbstverständlich erachtete Zugriff über mitunter ein und dasselbe Gerät sowohl auf professionelle Daten als auch auf private Dateien bedeutet oft, weitreichende strategische Entscheidungen zu treffen, welche Mitarbeiter und Informationstechnologie gleichermaßen betreffen können.

Umgekehrt beobachten die IT-Manager, wie darüber neue Herausforderungen auftauchen, die bisher eher geringfügig auftraten oder eingestuft wurden, und ernsthafte Bedenken gerechtfertigt sind. Dazu gehören…

  • Unbefugte Eingriffe in die Netzwerke mittels gestohlener oder verloren gegangener Geräte, die für einen Zugriff eingerichten waren (41 Prozent);
  • Fehlendes Wissen über den Umgang mit unterschiedlichen Geräten (40 Prozent), Betriebssystemen (38 Prozent) oder Sicherheitsaspekten (37 Prozent) sowie
  • Das Risiko, dass Mitarbeiter schädliche Programme (malware) ins Netzwerk hineinbringen (32 Prozent).

Bereits durchschnittlich ein Drittel (30 Prozent) der Verantwortlichen wurde mit einer dieser Situationen bereits konfrontiert.  Ausnahme: In China sind es geradezu beängstigende 69 Prozent.

Mobile-IT-News vom 29. Februar 2012


In Barcelona tobt bekanntlich gerade der MWC. Und was meint der Spiegel dazu? Richtig, der moniert, dass sich die Smartphone-Hersteller mit immer leistungsfähigeren Geräten zu übertrumpfen versuchen. Ja, technischer Fortschritt ist etwas ganz schlimmes und den wollen wir auch nicht. Oder zumindest der Spiegel nicht.

Nach dieser krassen Fehlleistung des vermeintlichen publizistischen Flaggschiffs in Deutschland, wenden wir uns erfreulicheren Dingen zu. Beispielsweise der Tatsache, dass Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 8 (während dieser Beitrag geschrieben wird) auf dem Mobile World Congress vorstellt. Also nicht etwa auf einer gewöhnlichen Messe, sondern dort, wo über mobile IT gesprochen wird. Das zeigt, wo der Software-Konzern aus Redmond seine Zukunft sieht. Einen ausführliche Live-Bericht zum Event gibt es hier, erste Eindrücke von Windows 8 hier und eine gute Analyse über die Bedeutung des Updates für Microsoft hier.

Ach ja: Herunterladen können Sie die Windows 8 Consumer Preview hier. IT-Profis interessiert aber sicherlich auch der Windows 8 Server. Bitte schön, die Beta können Sie hier herunterladen.

Wenn Sie sich jetzt fragen, was Google in Punkto Android so vor hat, dann hilf Ihnen vielleicht dieser Beitrag weiter. Kurz gesagt: Nichts genaues weiß man nicht und als Veröffentlichungszeitraum wird der Herbst angegeben. Oder auch nicht… Viel wichtiger scheint aber zu sein, welches Dessert seinen Namen für Android 5.0 hergeben darf. Die Sache scheint nicht einfach zu sein, denn logischerweise wird nach Cup Cake (1.5) , Donut (2.0), Eclair (2.1), Froyo (2.2), Gingerbread (2.3), Honeycomb (3.0) und zuletzt Ice Cream Sandwich (4.0) eine Süßspeise mit einem „J“ als erstem Buchstaben gesucht.

Wesentlich substantieller ist da schon die Sache mit den In-App-Käufen. Der Branchendienst eMarketer hat sich verschiedene aktuelle Studien zu diesem Thema angesehen. So besagt eine davon, dass die weltweiten Umsätze aus mobilen Apps inklusive In-App-Käufen, Abos und Werbung bis 2016 auf 46 Milliarden US-Dollar steigen werden. In 2011 waren es „nur“ rund 8,5 Milliarden. Eine andere Studie betrachtete die In-App-Käufe allein. Demnach lagen die weltweiten Erträge 2011 bei 970 Millionen US-Dollar, was 39 Prozent am App-Gesamtumsatz ausmacht. 2016 sollen es dann schon 5.6 Milliarden sein, ein Anteil von immerhin 64 Prozent.

Studie: Tablet-Markt wächst und wächst


Laut einer aktuellen Studie von NPD-DisplaySearch soll der Tablet-PC-Markt von 72,7 Millionen verkaufter Geräte im Jahr 2011 auf 383,3 Millionen bis 2017 wachsen. Getrieben wird dieses Wachstum laut NPD-DisplayResearch zum einen von technologischen Faktoren wie steigender Leistung und Display-Auflösung der Tablet-PCs, zum anderen durch die steigende Nachfrage in den so genannten Emerging Markets. Deren Anteil am Gesamtmarkt soll von 36 Prozent in 2011 auf 46 Prozent in 2017 steigen.

Allerdings gelingt dieses Wachstum vor allem im  Low-end-Segment. Also Tablet-Lösungen, die den Verbraucher in der Regel unter 100 US-Dollar kosten, wie etwa das Ubislate der indischen Firma Aakash. In diesem Zusammenhang ist auch das Engagement etablierter Hersteller in den aufkommenden Märkten von Interesse. So zum Beispiel das China-Engagment von Dell, die ihr neuestes Tablet Streak 10 Pro zunächst nur in China vermarkten und es mit einem Preis von umgerechnet 465 US-Dollar deutlich unterhalb vom in China längst eingeführten Apple iPad positionieren.

Zum Vergleich: Laut Gartner wurden im Jahr 2011 knapp 353 Mio. PCs (Desktops und Note- bzw. Netbooks) ausgeliefert.

Lohnende Ziele für App-Entwickler: Nokia OVI Store, Blackberry App World und Microsoft WP7 Marketplace


Smartphone-App-Entwickler bewerten die diversen mobilen Plattformen nicht unbedingt nach technischen oder Mode-Gesichtspunkten, wie es normale Anwender tun. Viel mehr interessieren sie je nach Zweck der App zwei Aspekte:

  1. Wo erreiche ich meine Zielgruppe, oder…
  2. Wo kann ich den größten Umsatz machen?

Punkt eins ist klar: Mit Android und iOS allein erschlägt man auf dem deutschen Markt laut einer Focus-Studie 57 Prozent und auf dem amerikanischen Markt laut Nielsen rund 68 Prozent des Marktes (weitere Zahlen hier). Andere Länder dürften sich auf einem ähnlichen Niveau bewegen.
Anders sieht die Sache freilich aus, wenn es um mögliche Umsätze mit Apps geht. Hier ist auf den ersten Blick Apples iOS weit vorne. Nicht nur, dass Apple von allen Smartphone-Herstellern am meisten verdient, iPhone-User laden auch besonders viel und häufig kostenpflichtige Apps herunter. Entsprechend gut sind die Umsätze der iOS-Entwickler.

Aber ist iOS wirklich das Maß aller Dinge? Wird man mit seiner App im riesigen Angebot des iTunes-Stores überhaupt gefunden? Immerhin sollen dort laut Apple über 425.000 Apps um die Käufergunst buhlen.

Eine Studie der Berliner Firma research2guidance legt nahe, dass es sich unter Umständen lohnen kann sich auf eine andere Plattform zu konzentrieren. So behaupten die Berliner, dass eine „durchschnittliche App“ in Nokias Ovi-Store zweienhalb mal öfter heruntergeladen wird als in Apple iTunes-Store. Auch auf Microsofts WP7 Marketplace und Blackberrys App World kann ein App signifikant öfter herunter geladen werden als bei Apple.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Symbiam, Windows-Phone und Blackberry haben (zumindest weltweit gesehen) eine relativ gute Verbreitung, die Zahl der in den jeweiligen Stores angebotenen Apps hält sich allerdings in Grenzen. Gute Chancen also für Entwickler.