Wearable für kleine und große Spielkinder


Wearables aus dem Tech-, Sport- und Gesundheitsbereich kennt man ja schon zu genüge. Im Spiele- und Kinderumfeld hingegen sieht es noch mau aus. Das soll sich nach Meinung des japanischen Startups Moff schon bald ändern. Die Idee ist bestechend einfach: Kinder brauchen kein reales Spielzeug, die Phantasie genügt. So wird aus einem Stück Holz ein Schwert, ein Tennisschläger verwandelt sich in eine E-Gitarre und mit zwei ausgestreckten Armen wird jedes Kind zum Düsenjet. Was dann noch fehlt ist die richtige Geräuschkulisse. Und genau für die sorgt Moff in Verbindung mit einem Smartphone oder einem Tablet.

Moff-Motto: From „buying toy things“ to „downloading play experience“

Das quietschbunte Armband enthält einen 3D-Bewegungssensor sowie ein Gyroskop. Die Verbindung mit der Aussenwelt bzw. dem Smartphone erfolgt über BLE (Bluetooth Low Energy), also die gleiche Technik, die beispielsweise auch iBeacon von Apple nutzt. Richtig spannend wird es aber erst dann, wenn sich die Entwickler entschließen ein SDK anzubieten. Das dürfte dann innovativen Spielen erst Tür und Tor öffnen. Die Finanzierung von Moff soll über eine Crowdfunding-Kampagne im März dieses Jahres erfolgen.

(via The Bridge)

Bloomberg Interview zu Glass

Warum Google Glass eine große Zukunft haben wird


Sehr interessantes Gespräch mit Thad Starner, dem Director of Contextual Computing Group der Universität Georgia Tech Institute. Erzählt wird hier nicht nur die Geschichte des Wearable Computings und insbesondere von Google Glass, sondern es geht auch um die vielen Möglichkeiten der neuen Technologie.

Intel versucht auf der CES 2013 zu zeigen, wo die Wearable-Reise hingeht


Intel hatte auf der diesjährigen CES mit der Keynote von CEO Brian Krzanich einen durchaus bemerkenswerten Auftritt in Punkto Internet of Things und Wearables. So zeigte der Intel-Chef verschiedene Beispiele wie intelligente Ohrhörer mit Biometrie- und Fitness-Funktionen, ein angeblich „smartes“ Headset sowie eine „intelligente“, drahtlose Ladeschale. Dazu Nursery 2.0, das im Wesentlichen auf Produkten von Mimo basiert. Alles zu sehen im Mitschnitt der Keynote hier.

Wie ernst das Thema Wearables ist, zeigt sich daran, dass Intel ausserdem strategische Partnerschaften mit dem Luxus-Einzelhändler Barneys New York, dem Berufsverband der US-amerikanischen Modedesigner-Vereinigung CFDA (Council of Fashion Designers of America) und der Modemarke Opening Ceremony angekündigt hat. Ziel der Partnerschaften soll es sein, „intelligente, am Körper tragbare Technologie“ –also Wearables – zu erforschen und zu vermarkten. Mal sehen ob und was dabei herumkommt.

Richtig interessant, zumal für die Industrie und Entwickler ist hingegen die ab Sommer 2014 weltweit ausgeschriebene Intel Make it Wearable Challenge (PDF). Wer Wearables mit Intel-Technologie entwickelt, darf auf Preise in Höhe von insgesamt 1,3 Millionen Dollar hoffen, wobei der Sieger allein mit 500.000 Dollar belohnt werden soll.

Das obige Video ist die Werbung für die Make it Wearable Challenge und zeigt, wo die Reise in Sachen Wearable vielleicht hingeht. Trotz des Werbecharakters durchaus sehenswert.

Intel macht dem Internet der Dinge Dampf mit dem EDISON SD-Karten-PC


Schon im letzten Jahr präsentierte Intel auf der IDF die SoC-Plattform Quark. SoC steht dabei für „System on Chip“. Nun hat Intel-Chef Brian Krzanich den ersten PC auf dieser Plattform vorgestellt. Der Edison ist ein kompletter PC, der vollständig in einem SD-Karten-Gehäuse untergebracht ist. Als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz (wobei die deutsche Intel-Presseinformation zur CES von „mehreren Betriebssystemen“ spricht). Verbindung zur Umwelt kann der Mikro-PC über WiFi und Bluetooth aufnehmen.

Intel-CEO Brian Krzanich hofft, dass möglichst viele Entwickler Edison als Basis für Wearables und Connected-Devices der nächsten Genration nutzen werden. Als Beispiel und Denkmodell zeigte Intel während der Keynote auf der CES „Nursery 2.0“, eine Edison-bewährte Umgebung für die Überwachung und „Pflege“ von Babies und Kleinkindern, inklusive Strampelanzug und Milchwärmer von Mimo.

Die Chancen dafür, dass Edison erfolgreich sein wird stehen nicht schlecht. Denn wozu sollte man sich in Wearables auf Sensoren beschränken, wenn die Intelligenz in Form einer vollständigen CPU auch nicht viel größer ist.

Ausführlichere Infos zum Edison bietet Intel bislang lediglich in diesem PDF.

Glass-Mitbewerber von Epson: Moverio BT-200


Kaum jemand weiß, dass Epson mit der Moverio BT-100 schon seit geraumer Zeit eine „Multimediabrille“ im Angebot hat. Jetzt hat der japanische Elektronik-Konzern auf der CES 2014 eine echte Datenbrille à la Google Glass vorgestellt. Die Moverio BT-200.

Das Konzept jedenfalls ist auf den ersten Blick interessant: Es gibt eine separate Bedieneinheit mit Android 4.0 und Touchpad und Bluetooth 3.0. Die Brille selbst ist mit Bewegungssensoren ausgerüstet und die Gläser lassen sich wechseln. Der Preis soll dem des Vorgängermodells entsprechen. Sollte das auch für Deutschland gelten, wären das also 499 Euro.

Willkommen auf DIGIXX – Oder was ist das Internet der Dinge und der Age of Context?


Das Internet der Dinge. Noch 2005 war es nur eine Utopie, 2010 schon eine Vision und jetzt? Jetzt ist es Realität! Wir stehen auf der Schwelle zu einem neuen, spannenden Zeitalter. Es gibt wohl kaum einen Bereich, der nicht durch das „Internet of Things“ revolutioniert werden wird. Vom Einkaufserlebnis im Supermarkt mit Hilfe von NFC und RFID-Chips, über die persönliche Fitness durch Anwendung diverser Sensoren und Tracker (Quantified Self) bis hin zum Gesundheitswesen (Connected Hospital), der Mobilität (Connected Car), neuartigen Kocherlebnissen mit internetfähigen Küchengeräten (Connected Kitchen) und dem effektiven Energiesparen zu Hause dank intelligenter und mit dem Internet verbundener Hauselektronik (Connected Home).

Die Umwälzungen die uns erwarten, werden – ohne Übertreibung – gigantisch sein und unser aller Leben nachhaltig verändern. Mit anderen Worten: Willkommen im wahren „Web 3.0“ (um diesen abgedroschenen Begriff auch mal verwendet zu haben)!*

Blicken wir zurück: Das Web 1.0 zeigte uns das Internet als unidirektionales Medium. Fast wie ein elektronisches Magazin oder Buch. Man konnte Webseiten ansteuern und dort Texte lesen, Bilder ansehen und später sogar Musik und Videos herunterladen. Das Web 2.0 hingegen machte das Internet interaktiv. Es verwandelte ein passiv konsumierbares, nur in eine Richtung funktionierendes Medium in eine interaktive Applikation. Das „Mitmach-Netz“ war geboren. Oder wie es Tim O’Reilly, der „Erfinder“ des Begriffs Web 2.0 sagte: „Das Internet wurde zum Betriebssystem“.

Nun bringt das Internet der Dinge eine vollkommen neue Dimension ins Spiel: Denn jetzt wird alles Internet! Alle nur erdenklichen Varianten von Sensoren, intelligente Geräte aller Art, ja sogar Kleidung und der eigene Körper werden zum Sender und Empfänger. Ladies and Gentleman! Welcome to the connected World!

Ermöglicht und zusammengehalten wird all das durch zwei wesentliche Entwicklungen:

  • Die weite Verbreitung mobiler, stets mit dem Internet verbundener Geräte wie Smartphones, Tablets und „Wearables“ wie der Google-Brille GoogleGlass.
  • Cloudcomputing, mit dessen Hilfe unsere Daten von Ort und Zeit unabhängig werden, mit dessen Hilfe alle unsere Geräte verbunden und synchronisiert werden und das uns die Rechen- und Storage-Power zur Verfügung stellt um Big Data zu handeln und auszuwerten.

Das Ergebnis dieser technischen Revolution (falls wir und die Industrie alles richtig machen): Komplexe Technologie wird erstmals wirklich intuitiv werden. Sie wird unser Leben einfacher machen in dem sie uns mehr, bessere und vor allem tatsächlich benötigte Informationen liefern und daraus sinnvolle Funktionen ableiten wird. Vor allem aber: Sie wird wissen wo wir sind, wohin wir gehen und was wir brauchen um sowohl auf dem Weg dorthin als auch am Ziel optimal mit Know-how, Komfort und notwendigen Funktionen versorgt zu sein. Tatsächlich ist das Internet der Dinge ein weiterer großer Schritt in der gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung. Nach industrieller Revolution, Informationszeitalter, Mobile- und Connected-World folgt jetzt der der nächste große Schritt, das „Age of Context„!

Neue Technologien und die Veränderungen die sie auslösen, haben naturgemäß auch nachteilige Auswirkungen. Vielen machen sie deshalb sogar Angst. Nicht zu Unrecht, denn industrielle und gesellschaftliche Umwälzungen beeinflussen unser Leben nicht nur positiv, sondern auch negativ. Denn natürlich wird es Unternehmen geben, die sich der Entwicklung nicht rechtzeitig anpassen werden können und Menschen ohne ihr eigenes Verschulden in die Arbeitslosigkeit treiben werden. Man kann dann nur hoffen, dass aufgrund der neuen Möglichkeiten und Chancen genügend neue Arbeitsplätze entstehen. Und zwar dort wo die alten verschwunden sind und nicht in Fernost oder Amerika.

Noch schlimmer: Wir werden das, was Privatsphäre ist neu definieren müssen. An welchem Punkt wiegen die Vorteile die Nachteile der Preisgabe unserer Daten auf? Ein wesentlicher Punkt wird dabei sein, ob wir es schaffen werden für Staat und Wirtschaft eine neue Ethik des Vertrauens und der Ehrlichkeit zu etablieren. Werden wir Politiker, Geheimdienstler und Unternehmen dazu bringen unsere sensiblen Daten nur dann zu verwenden, wenn wir selbst (oder im Verbrechensfall die Judikative) dazu die Erlaubnis gegeben haben? Vielleicht ist das sogar der spannendste Aspekt der ganzen Geschichte. Das Internet der Dinge wird uns nur dann breitflächig etwas nützen, wenn wir auch als Gesellschaft besser und ehrlicher werden.

In diesem Sinne: Willkommen auf DIGIXX, unserer neuen Plattform über alles rund um das Internet der Dinge, die Evolution des Internets und spannende Technologien im Zeitalter nach dem PC. Viel Spaß!

*Ja, auch wir wissen, dass man unter dem Web 3.0 eigentlich das semantische Web versteht. Aber was ist das anderes, als die Grundlage des Internets der Dinge?